B.B. King, ursprünglich Riley Benjamin King, wurde am 16. September 1925 in Berclair, Mississippi, geboren. Er starb am 14. Mai 2015 in seinem Zuhause in Las Vegas im Alter von 89 Jahren, wie AP meldete. Sein Anwalt Brent Bryson teilte mit, dass King um 21:40 Uhr in seinem Schlaf starb.

Frühes Leben und Aufstieg

King wuchs im Mississippi-Delta auf, wo er erstmals in der Kirche mit Musik in Berührung kam. Seine frühesten musikalischen Einflüsse kamen aus Gospeldarbietungen und Blues-Platten. Inspiriert von Künstlern wie Blind Lemon Jefferson lernte er Gitarre bei seinem Onkel. In den 1940er Jahren zog er nach Memphis, wo er mit dem Blues-Musiker Bukka White zusammenarbeitete. In Memphis begann er als Radiomoderator, bevor er 1949 seine erste eigene Aufnahme machte.

Seine Karriere begann in den 1950er Jahren mit dem Aufkommen des elektrischen Blues. Sein Hit „Three O’Clock Blues“ aus dem Jahr 1952 wurde zu einem unverwechselbaren Teil seines Stils. Bekannt war King vor allem für seine Gibson-Gitarre, die er „Lucille“ nannte. Sein Spielstil, der Vibrato und Saiteinschlag kombinierte, beeinflusste unzählige Musiker im Blues- und Rockbereich.

Einfluss auf Blues und Rock

King wurde zu einer der einflussreichsten Figuren der elektrischen Blues-Bewegung. Gemeinsam mit Albert King und Freddie King, die keine Verwandten waren, obwohl sie ähnliche Namen trugen, bildete er eine Truppe von Blues-Gitarristen, die die Genremusik im 20. Jahrhundert prägten. Sein Stil, gekennzeichnet durch emotionale Intensität und technische Meisterschaft, hinterließ eine bleibende Spur bei Rockmusikern wie Eric Clapton und The Rolling Stones.

Seine Tochter Patty King sagte gegenüber CNN, dass ihr Vater in den Wochen vor seinem Tod aufgrund von Dehydrierung im Zusammenhang mit Diabetes im Krankenhaus gewesen sei. Trotz seiner abnehmenden Gesundheit tourte King weiter und trat auf, bis kurz vor seinem Tod.

Erbe und Tributes

Präsident Barack Obama würdigte King mit einer Erklärung: „Der Blues hat seinen König verloren. Amerika hat eine Legende verloren.“ Er lobte Kings Musik für ihre bleibende emotionale Wirkung und fügte hinzu: „Der Schmerz ist vorbei, aber die Musik lebt weiter.“

Kings Einfluss reichte über den Blues hinaus. Mississippi, seine Heimat, ist für die Produktion anderer Musikikonen wie Elvis Presley und Robert Johnson bekannt. Der Clarion-Ledger hob hervor, dass die Bundesstaat zwar oft mit seinen berühmtesten Namen in Verbindung gebracht wird, aber auch eine reiche musikalische Tradition besitzt, die Gospel, Soul und Funk umfasst und oft unterschätzt wird.

In seinem sechs Jahrzehnte umfassenden Karriere blieb B.B. King ein produktiver Musiker und Symbol des Blues. Er tourte intensiv und trat auf großen Festivals auf, wobei er enge Verbindungen zu seinen Fans hielt. Seine Musik hallt weiterhin durch Generationen nach, und seine Gitarre Lucille bleibt ein ikonisches Symbol seiner Kreativität.