Ein Vorschlag zur Absetzung von FIFA-Präsident Gianni Infantino gewinnt an Fahrt, doch der Weg zu einer Vertrauensabstimmung bleibt unsicher — Laut der BBC braucht es dafür 19 Stimmen von sechs Konföderationen, um eine Sitzung einzuberufen. Wird diese erreicht, muss die Sitzung innerhalb von zwei Wochen stattfinden und könnte dazu führen, dass Infantino seinen Rücktritt erklärt; Doch er könnte einfach ablehnen, was den Druck erhöhen würde, ohne dass er sofort abgesetzt wird.
Uefa spielt Schlüsselrolle
Uefa, die 55 Mitgliedsverbände umfasst, könnte alleine eine außerordentliche Konferenz der 211 FIFA-Mitgliedsverbände einberufen, wenn sie dies wünscht. Für eine Vertrauensabstimmung müssten mindestens 106 Stimmen abgegeben werden. Uefa verfügt über 55 Stimmen, Afrika über 54, Asien über 46, Concacaf über 35, Ozeanien über 11 und Conmebol über 10. Obwohl 136 Länder offiziell gegen Infantinos Investitionsplan sind, haben viele davon noch nicht klar gemacht, dass sie ihn aus dem Amt entfernen wollen. Katar und Mexiko, zum Beispiel, haben sich von ihm abgekoppelt oder ihn unterstützt.
Zeitplan und Herausforderungen
Wenn die außerordentliche Konferenz einberufen wird, dauert es mindestens zwei Monate, bis sie stattfindet. Realistischer ist ein Zeitrahmen von drei Monaten. Selbst dann ist eine Vertrauensabstimmung alles andere als sicher. Laut der BBC braucht es dafür nur 43 Verbände, die schriftlich um die Konferenz bitten. Uefa, die 55 Mitglieder hat, könnte den Prozess alleine einleiten, hat dies aber noch nicht getan. Zudem muss ein geeigneter Kandidat gefunden werden, der Infantino in einer möglichen Wahl herausfordern könnte. Der letzte Tag für die Bekanntgabe eines Kandidaten ist der 18. November 2024.
Infantinos Wiederwahl und mögliche Gegenkandidaten
Infantino wurde 2019 und 2023 unangefochten wiedergewählt. Ein Widerstand müsste von einem starken Gegenkandidaten kommen, der bereit ist, gegen ihn anzutreten. Laut der BBC ist bisher kein solcher Kandidat aufgetaucht. Würde eine Wahl stattfinden, wäre dies de facto eine Stichwahl, da Infantino der einzige offizielle Kandidat wäre. Der Gedanke an einen Gegenkandidaten bleibt derzeit spekulativ, da bislang keine klare Figur vorgetreten ist, um seine Führung zu bestreiten. Der Fokus liegt nun darauf, ob genügend Konföderationen überzeugt werden können, eine Vertrauensabstimmung zu unterstützen, und ob der Prozess tatsächlich zu einer Änderung der Führung führt.
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