Ein Feuer brach am Mittwoch um 18:00 Ortszeit (10:00 GMT) auf der Fähre MV June Aster vor den Philippinen aus, wie der BBC berichtete — Bis Donnerstag um 11:00 war das Feuer immer noch nicht gelöscht. Das Schiff hatte sich aufgrund starker Strömungen und schlechten Wetters 7,68 Seemeilen von seiner ursprünglichen Notfallposition – vier Seemeilen vor Barangay Turda – entfernt, was die Löscharbeiten und Rettungsversuche erschwerte.

Rettungsversuche behindert durch widrige Bedingungen

Eine Rettungskräfte in Coron teilte der BBC mit, dass sie in der Region noch nie ein solches Unglück erlebt hätten. Sie nannte das Ereignis „wirklich herzzerreißend“. Die Helferin hatte am Vorabend Verletzte ins Krankenhaus gebracht und fügte hinzu, dass die Fähre eine Stunde von ihrem Zielort entfernt war, als das Feuer ausbrach. Videoclips, die die Küstenwache veröffentlichte, zeigten das Schiff in Flammen und Menschen, die aus dem Wasser in Rettungsboote gezogen wurden.

Die Fähre war auf dem Weg nach Coron in der Provinz Palawan, einem beliebten Touristenziel, das für seine Strände und Weltkriegs-Schiffswracks bekannt ist. Ein Sprecher der Küstenwache sagte der BBC, dass die starken Strömungen das Schiff weiter hinaus aufs Meer getrieben hätten, was es schwerer machte, die Vermissten zu finden und zu retten.

Überlebende und Familien in emotionaler Not

Bislang seien insgesamt 43 Menschen gerettet worden, hieß es in Berichten; Die Küstenwache habe aber noch mit keinem von ihnen über die Ursache des Feuers gesprochen, das derzeit untersucht wird. Die Überlebenden wurden in ein Evakuierungszentrum in Barangay Turda gebracht, doch der Zustand ihrer Verletzungen ist noch unklar.

Anelyn Magbanua, eine der Familienangehörigen, die auf Nachricht wartete, beschrieb die emotionalen Auswirkungen des Unglücks. Ihr Mann, Marlon, war an Bord der Fähre und hatte sie zuletzt kontaktiert, als das Schiff einen etwa zweistündigen Stopp in einem Dorf vor Coron machte. Magbanua und ihr zweijähriger Sohn gingen ins Bett und erwarteten, dass ihr Mann gegen 19:00 zu Hause eintreffen würde — Doch bis 22:00 traf ein Cousin mit der Nachricht vom Brand ein.

„Ich kann nicht beschreiben, was ich gerade fühle; Ich habe die ganze Nacht geweint und gebetet“, sagte sie. An dem Tag, als sie hörte, dass jemand einen ‘Marlon Magbanua’ unter den Geretteten gesehen hatte, bat sie die Behörden in ihrem Dorf, sie zum Krankenhaus in Coron zu fahren, wo sie und ihr Sohn im Regen warteten. Die Beamten sagten ihr später, dass sie ihren Mann nicht gesehen hätten.

Auswirkungen und Unsicherheit während der Rettungsarbeiten

Die Fähre war von Manila aus in Richtung Coron gestartet, wie the-star.co.ke berichtete; Das Feuer brach etwa 1,2 Seemeilen (2,2 km) vor der Küste des Dorfes Marcilla in Coron aus. Die Rettungsarbeiten wurden durch starke Wellen behindert, die das Schiff weiter von seiner ursprünglichen Position wegrückten.

Die Behörden haben nicht ausgeschlossen, dass sich die Zahl der Vermissten und Toten während der weiteren Sucharbeiten verändern könnte, and Die Küstenwache hat noch keine Ursache für den Brand festgestellt, und die Familien der Vermissten warten weiterhin ängstlich auf Nachricht über ihre Angehörigen. Das Unglück hat in der Region große Sorge und Mitgefühl ausgelöst, wobei viele es als herzzerreißenden Verlust bezeichnen.