Undead Labs. Der Entwickler des geplanten Überlebens-Spiels State of Decay 3, ist laut Berichten in Betracht gezogen, geschlossen oder verkauft zu werden — Die Nachricht kommt im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung der Xbox-First-Party-Studios, bei der mehrere Titel und Teams betroffen sein könnten. Der mögliche Schließung könnte die Veröffentlichung von State of Decay 3 gefährden, das in einem Trailer im Xbox Games Showcase Anfang dieses Monats gezeigt wurde und bei Alpha-Tests Tausende Spieler angelockt hat.
Finanzielle Druck und Studio-Verkäufe
Laut GamesBeat wird die Entscheidung von Microsofts Unternehmens-CFO Amy Hood getroffen, die Kostenkürzungen bei Xbox durchsetzt, um Verluste auszugleichen — Hood verlangte zuvor einen 30-prozentigen Gewinn für Xbox, was zur aktuellen finanziellen Belastung beigetragen hat. Im Rahmen dieses Vorhabens könnte Undead Labs eines von mehreren Studios sein, das zum Verkauf steht, darunter Double Fine, Ninja Theory und Compulsion Games; Sollte kein Käufer gefunden werden, könnten diese Studios geschlossen werden.
Undead Labs beschäftigt 110 Mitarbeiter, berichten Medien. Seine mögliche Schließung würde über 400 Arbeitsplätze in den Xbox-First-Party-Studios betreffen. Die Kündigungen könnten bereits im Juli 2026 beginnen, wobei Microsoft Kosten durch den Verkauf kleinerer Studios senken will, anstatt lange Entwicklungszyklen aufrechtzuerhalten. Dieser Ansatz ist Teil der umfassenden „100-Day-Reset“-Maßnahmen, die Xbox-Chefin Asha Sharma ausgearbeitet hat.
Entwicklung und Markterwartungen
State of Decay 3 ist fast fertig und hat bereits großes Interesse unter Spielern ausgelöst. Der Alpha-Test erhielt Tausende Anmeldungen und wurde sowohl von Spielern als auch von Kritikern positiv aufgenommen. Ein Trailer, der im Xbox Games Showcase im Juni 2026 gezeigt wurde, zeigte die verbesserten Grafiken und erweiterten Spielmechaniken. Philip Holt, Leiter von Undead Labs, bestätigte, dass der Trailer bereits vor offizieller Entwicklungsbeginn veröffentlicht wurde, was die Zuversicht des Studios unterstreicht.
Die mögliche Schließung oder der Verkauf von Undead Labs könnte jedoch den Entwicklungszeitplan stören. Berichte von OpenCritic und Clavecd.es deuten darauf hin, dass eine Änderung des Eigentümers oder eine Schließung des Studios zu erheblichen Verzögerungen führen könnte, die den aktuellen Veröffentlichungstermin 2027 übertreffen könnten. Das Spiel wurde bereits von einem früheren Termin verschoben, was die Sorge um den endgültigen Zeitplan verstärkt.
Unsichere Zukunft für das Studio und das Spiel
Sollte Undead Labs nicht verkauft werden, könnte das Studio bis Ende des Geschäftsjahres von Microsoft am 30. Juni 2026 geschlossen werden. In diesem Fall ist die Zukunft von State of Decay 3 ungewiss. Das Spiel befindet sich derzeit in einem fast abgeschlossenen Zustand mit spielbaren Builds und einer funktionierenden Alpha-Test-Phase, doch ohne stabiles Entwicklerteam oder Finanzierung könnte seine Veröffentlichung unendlich verschoben oder abgeblasen werden.
Auch die Möglichkeit besteht, dass das Studio durch eine eigenfinanzierte Initiative unabhängig wird, wie es für Double Fine und Ninja Theory diskutiert wird. Undead Labs war ursprünglich ein Indie-Studio, das 2017 von Microsoft übernommen wurde. Sollte ein Verkauf oder eine unabhängige Finanzierung gelingen, könnte es zu dieser Struktur zurückkehren.
Jeff Strain, der Gründungsvater von Undead Labs und ehemaliger Entwickler von World of Warcraft bei Blizzard und Guild Wars bei ArenaNet, hat das Unternehmen bereits verlassen. Sein Ausscheiden wirft Fragen über die Führung des Studios auf, falls es weiterhin unabhängig arbeiten soll.
Undead Labs hat bestätigt, dass State of Decay 3 für Xbox Series X|S, PlayStation 5 und PC erscheinen wird. Doch die mögliche Instabilität des Studios könnte sich auf die Verfügbarkeit des Spiels auf mehreren Plattformen auswirken. Die Ankündigung eines Cross-Plattform-Starts war Teil eines umfassenden Wechsels hin zu plattformagnostischen Entwicklungsstrategien.
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