Florentino Pérez, Präsident von Real Madrid, hat angekündigt, dass José Mourinho zurückkehren wird, sollte er die Präsidentschaftswahl am Sonntag gewinnen, wie Al Jazeera berichtete. Pérez kandidiert für eine Wiederwahl.
Wahlkampf und Gegenkandidat
Pérez tritt gegen den Energieunternehmer Enrique Riquelme an, der erste Gegenkandidat in den 20 Jahren der Präsidentschaft von Pérez ist. Der Wahlkampf wurde auf Pérez’ Social-Media-Kanälen mit einem kurzen Video angekündigt, in dem Mourinho nur „Ja!“ sagt.
Das Video folgte dem Slogan „So MOUch history to be made“, ein offensichtlicher Hinweis auf den portugiesischen Trainer, der Real 2012 zu einem Rekord-Punkte-Ergebnis in La Liga führte. Mourinho hat seit 2015 keinen Meistertitel mehr gewonnen.
Leistung in der Liga und Europa
Die Entscheidung für Mourinho folgt auf eine enttäuschende Saison in der Liga, in der Barcelona zwei Meistertitel in Folge gewann. Real, elfmaliger Champions-League-Sieger, hat in den letzten beiden Saisons bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Der Mangel an Titeln führte Pérez dazu, Wahlen anzusetzen.
Pérez’ Ankündigung erfolgte, während Riquelme im spanischen Fernsehprogramm „El Hormiguero“ zu Gast war. Dort sagte Riquelme, er würde Manchester-City-Mittelfeldspieler und Spanien-Kapitän Rodri als ersten Neuzug verpflichten. Er erwähnte zudem, dass er sich Manchester-City-Stürmer Erling Haaland und ehemaligen Stürmer sowie Club-Legende Raul als Sportdirektor anschauen würde.
Mourinhos Karriere und aktueller Status
Seit seinem Abschied von Chelsea 2018 hat Mourinho weniger Erfolge gefeiert; er gewann mit Manchester United den FA Cup und die Europa League und führte AS Rom zum dritten Rang in der Conference League. Seine Trainerkarriere führte ihn auch zu Tottenham Hotspur, Fenerbahce und Benfica, wo er bis Juni 2027 unter Vertrag stand und von der portugiesischen Mannschaft einen Vertrag erneuert werden könnte.
Während Experten argumentieren, dass sich das Spiel weiterentwickelt hat und Mourinho’s pragmatischer Stil nicht mehr aktuell sei, sieht Pérez in ihm den Trainer, der Disziplin und Kampfgeist in ein Team mit Kylian Mbappe, Vinicius Jr. und Jude Bellingham zurückbringen könnte. Mourinho betonte bereits, dass keine Kontakte mit Real stattgefunden hätten, obwohl Berichte über eine Rückkehr zum Bernabéu kursierten.
Sollte Pérez die Wahl gewinnen, würde Mourinho nach 13 Jahren zurückkehren – er war 2010 zum ersten Mal bei Real Madrid. In drei Saisons gewann er einen La Liga-Titel, eine Copa del Rey und einen spanischen Supercup.
Xabi Alonso wurde im Januar von Real Madrid entlassen, nachdem er die erste Saison als Trainer verantwortete. Alvaro Arbeloa übernahm die Mannschaft bis zum Saisonende als Interimstrainer.
Kommentare
Noch keine Kommentare
Be the first to share your thoughts