Universal Music Group, der Medienriese hinter Künstlern wie Taylor Swift, Sabrina Carpenter und Kendrick Lamar, lehnte ein Übernahme-Angebot durch das Investmentunternehmen des Milliardärs Bill Ackman ab. Das Unternehmen erklärte, das Angebot würdige das Geschäft ‘grundlegend und erheblich’ zu niedrig. Universal betreibt auch Abbey Road Studios und besitzt Labels wie EMI und Island Records.

Übernahmeversuch der Investmentfirma

Pershing Square, das bereits eine Beteiligung an Universal hält, wollte sich zu der Ablehnung nicht äußern. Die Investmentfirma startete ihren Übernahmeversuch im April für das weltweit größte Musikunternehmen. Das hätte Universal als neue Firma in den USA gelistet. Derzeit ist das Unternehmen an der Euronext Amsterdam gelistet.

Bei der Übernahme-Bekanntgabe versprach Ackman, den Aktienkurs von Universal wieder anzukurbeln, den er als ‘zurückgeblieben’ bezeichnete. Das Problem sei nach seiner Ansicht unter anderem, dass der Bolloré-Konzern, ein Familienkonzern des Milliardärs Vincent Bolloré, mit 18 Prozent an Universal beteiligt ist. Zudem habe man kürzlich entschieden, die Aktien nicht an der New York Stock Exchange zu notieren.

Reaktionen aus der Branche

Cyrille Bolloré, Chef des Bolloré-Konzerns, hatte Ackmans Angebot abgelehnt, da es Universal zu billig bewerte. Das Vorstandsteam von Universal betonte, es habe vollstes Vertrauen in die Strategie unter dem Vorsitzenden und Geschäftsführer Sir Lucian Grainge. Zudem versprach man in Zukunft ‘erweiterte Finanzoffenlegungen’, damit das Unternehmen besser bewertet und verstanden werde.

Grainge betonte, das Unternehmen bleibe bestrebt, die globale Musikbranche durch Innovation, die Verpflichtung, Top-Stars zu unterzeichnen, und eine tiefere Fanbindung zu führen. ‘Während wir unsere Strategie umsetzen und langfristigen Mehrwert schaffen, freuen wir uns darauf, Aktionären mehr Einblicke in die Treiber unseres Erfolgs und die zukünftige Ausrichtung unseres Geschäfts zu geben,’ sagte Grainge.

Trends und Herausforderungen in der Branche

Die weltweiten Musikumsätze steigen seit Jahren, nachdem Streaming-Abonnements der Branche, die durch Piraterie und finanzielle Probleme unter Druck stand, eine neue Chance boten. Doch es gibt eine heftige Debatte darüber, wie viel die Plattformen an Royalties auszahlen. Die Branche kämpft außerdem mit der Zunahme von Deepfakes – Songs, die von Betrügern erstellt werden, um Künstler zu imitieren. Diese werden mit KI erzeugt und überschwemmen die Plattformen.