Ein Rudel afrikanischer Wildhunde hat eine 4000 Kilometer lange Reise durch Sambia absolviert, wie ein BBC-Bericht meldet — Dieser Trek markiert den weitesten dokumentierten Weg für ein afrikanisches Landnagetier in der Paarungssuche. Drei Brüder bewältigten eine Szene, die immer stärker von menschlichen Aktivitäten geprägt ist, und umgingen Hindernisse wie große Städte.
Die Reise dauerte acht Monate. Die Brüder überbrückten etwa 420 Kilometer in gerader Linie, doch insgesamt legten sie fast zehnmal so viel zurück, da sie sich durch ein zerstückeltes Terrain bewegten. Solche Reisen werden als Dispersionsreisen bezeichnet, bei denen Tiere in eine Richtung ziehen, um ein Partner zu finden. Dies unterscheidet sich von Migrationen, bei denen Tiere saisonbedingt hin und her ziehen.
Probleme und Gefahren auf der Strecke
Trotz des Erfolgs der Reise betont die Studie die Gefahren, denen Wildhunde ausgesetzt sind. Andere Wildhunde, die in der Studie mit GPS-Halsbändern ausgestattet wurden, starben an illegalen Schlingen. Drei Schwestern beendeten fast eine ebenso epische Reise, doch eine davon geriet in eine Schlinge, und das Rudel stellte die Wanderung ein.
Afrikanische Wildhunde zählen zu den seltensten Raubtieren Afrikas. Weltweit leben nur noch etwa 6000 Exemplare in freier Wildbahn. Sie leben in stark sozialen Rudeln, jagen gemeinsam und sind bekannt für ihre weiten Streifzüge, um neues Territorium und Paarungsmöglichkeiten mit anderen Rudeln zu finden. Sie können nicht innerhalb ihres Geburtsrudels fortpflanzen, also warten sie und könnten irgendwann ihr Rudel übernehmen oder ziehen im Alter von zwei oder drei Jahren los, um ein Partner zu finden.
Wichtigkeit der Reise
Die UN-Konvention über die Erhaltung wandernder Tierarten nennt die längsten afrikanischen Migrationen den saisonalen Zug der Watusiere zwischen Tansania und Kenia in der Suche nach Futter und Wasser. Diese Strecke übersteigt 640 Kilometer. Die Reise der Wildhunde hingegen ist eine Dispersionsreise und nicht eine saisonale Migration. Sie zeigt jedoch, dass Wildtiere trotz zunehmender menschlicher Einflüsse über weite Distanzen ziehen können.
Diese Rekordreise offenbart die Resilienz dieser Tiere und unterstreicht die Bedeutung des Erhalts von Korridoren für das Tierbewegung. Sie hebt zudem die Notwendigkeit hervor, die Bemühungen für den Artenschutz fortzusetzen, um Konflikte zwischen Mensch und Tier zu reduzieren und Bedrohungen wie illegale Schlingen abzumildern.
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