Am 30. Juli traf eine Lawine in der Nähe des Camp 2 und Camp 3, die sich in einer Höhe von etwa 6.600 Metern befinden, Broad Peak. Broad Peak ist mit 8.051 Metern der zwölfthöchste Berg der Welt. Das berichteten der Alpine Club von Pakistan und das koreanische Medium theasian.asia. Die Gruppe von zehn Bergsteigern, zu denen Purja gehörte, verlor unmittelbar nach dem Vorfall den Kontakt zum Basislager. Alle wurden später von der Expeditionsgesellschaft und den pakistanischen Behörden als tot bestätigt.

Internationale Bergsteiger unter den Toten

Die Gruppe bestand aus Bergsteigern aus fünf Ländern: Nepal, den USA, Oman, Pakistan und China, wie theasian.asia berichtete. Zu den Getöteten gehörten Purja, der im Jahr 2019 den Weltrekord für die Besteigung der 14 höchsten Berge der Welt in weniger als sechs Monaten aufstellte; Pur Bahadur Gurung aus Nepal; Nima Sherpa aus Nepal; Nadhira Ahmed Abdullah Al Harthy aus Oman; Mallory Geis aus den USA; Sohail Saki aus Pakistan und ein chinesischer Bergsteiger, der anonym blieb.

Al Harthy, eine omanische Bergsteigerin, war die erste Frau aus dem arabischen Raum, die den Mount Everest bestieg. Ihre Todesnachricht wurde in weiten Teilen des Nahen Ostens betrauert. Mallory Geis, eine 29-jährige aus San Antonio, Texas, versuchte sich erstmals an einem 8.000-Meter-Gipfel in Pakistan, wie theasian.asia berichtete. Saki, ein pakistanischer Bergsteiger, absolvierte angeblich seinen letzten Hochgebirgsgipfel vor seiner Pensionierung.

Suche und Bergung

Nach der Lawine schickte die pakistanische Regierung Bodenteams, Drohnen und Militärhubschrauber zum Unglücksort, doch die Suche und Bergung wurden durch widrige Wetterbedingungen, starke Winde, dichte Wolken und schlechte Sicht stark behindert, wie theasian.asia berichtete. Drohnen filmten mehrere Leichen, und bis zum 1. August waren vier Leichen identifiziert und drei erfolgreich geborgen worden.

Der Alpine Club von Pakistan bestätigte, dass die Expedition nach der Lawine um 12 Uhr Ortszeit am Donnerstag den Kontakt zu den Bergsteigern verlor. Der Club meldete zunächst, die Bergsteiger seien vermisst, doch es gab keine offizielle Bestätigung von Todesopfern, bis spätere Berichte alle zehn als tot bestätigten. Bis Samstag wurden die geborgenen Leichen in ein japanisches Lager transportiert, wie die BBC berichtete.

Reaktionen und Tributen

Die Todesnachricht von Purja wurde von seinem Unternehmen, Elite Expeditions, am Samstag verkündet. Sein Bruder Kamal Purja äußerte in einer Erklärung tiefes Leid: „Mit dem schwersten Herzen teile ich die erschütternde Nachricht, dass mein geliebter jüngerer Bruder, Nirmal ‘Nimsdai’ Purja, und die anderen Bergsteiger nicht mehr unter uns sind.“

Nepals Premierminister Balendra Shah zeigte sich schockiert über die Todesfälle und sagte: „Die tragische Tötung von sechs Nepalesen und vier weiteren ausländischen Bergsteigern, darunter der Weltrekordhalter Nirmal Purja, im Karakorum-Gebirgszug Pakistans, hat uns erschüttert.“ Der Premierminister fügte hinzu, dass die „Tapferkeit, die Hingabe und die Beiträge der Bergsteiger immer inspirierend bleiben würden.“

Prinz William des Vereinigten Königreichs drückte sein Beileid aus und bezeichnete Purja als „einen der größten Bergsteiger“ und hob seine Dienste in der britischen Armee hervor. Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting teilte ebenfalls auf X mit, dass er „unglaublich traurig“ sei über den Tod von Nirmal (Nims) Purja und den Bergsteigern, die mit ihm unterwegs waren.