Eine australische Athletin löste bei Hyrox Beijing am 10. September eine heftige Debatte aus, nachdem sie den Wettkampf trotz Verunreinigungen fortsetzte, berichten mehrere Quellen. Der Zwischenfall ereignete sich während des Frauen-Profiwettkampfs und wurde in Videos und Fotos auf sozialen Medien festgehalten. Sie zeigten Kotspuren an ihren Beinen, während sie verschiedene Stationen absolvierte. Die Athletin beendete den Wettkampf in einer Stunde, einer Minute und 23 Sekunden und gewann die Frauen-Profi-Kategorie, meldete News.com.

Soziale Medien und öffentliche Sorge

Der Zwischenfall löste auf dem chinesischen Sozialnetzwerk Weibo eine heftige Reaktion aus. Der Hashtag #Hyrox Inkontinenz-Frauenathletin wurde nicht bestraft# erhielt über 27 Millionen Aufrufe. Viele Nutzer drückten ihre Sorge um Hygiene und Sicherheit der anderen Teilnehmer aus. Ein Nutzer schrieb: „Sie ist so egoistisch – sie lief die ganze Zeit weiter, obwohl sie Durchfall hatte. Was ist mit den Läufern hinter ihr?“ Ein anderer kritisierte die Professionalität des Events: „Der Veranstalter ist letztendlich unprofessionell!“

Einige Teilnehmer und Beobachter fragten, warum die Athletin den Wettkampf fortsetzen durfte, da dies Gesundheitsrisiken für andere darstellen könnte. „Warum wurde sie nicht gestoppt?“, hieß es in einem Kommentar. Ähnliche Bedenken wurden auch in der internationalen Presse geäußert, wobei Berichte die Reaktion des Events und fragten, ob angemessene Protokolle befolgt wurden.

Reaktion der Veranstalter und Sicherheitsmaßnahmen

HYROX China gab auf Weibo bekannt, dass die betroffenen Bereiche und Laufbahnen nach dem Zwischenfall sofort geschlossen und isoliert wurden. Der Statement hieß: „Relevante Geräte wurden vom Gelände entfernt, und der Abfall wurde gemäß den kommunalen Abfallentsorgungsstandards entsorgt.“ Die Veranstalter kündigten außerdem an, dass die Böden am Gelände ausgetauscht würden, um die Gesundheit zukünftiger Athleten zu schützen.

HYROX World gab ebenfalls eine Erklärung ab. Es hieß: „HYROX hat klare Vorschriften für biologische Verunreinigungen und medizinische Vorgaben. In diesem Fall trat eine unvorhergesehene Situation auf, bei der Protokolle für Elite- und Massenteilnahme verschwammen, was zu Unklarheiten führte.“ Die Erklärung hob den hohen körperlichen und geistigen Ausdauerbedarf für Eliteathleten hervor und fügte hinzu: „Wir fordern von unseren Athleten, sich bis zu den höchsten Leistungen zu steigern. Manchmal gehen sie über das hinaus, was selbst wir für möglich halten.“

Weitere Auswirkungen und Kontext des Events

Im Jahr 2026 sind über 100 Events weltweit geplant, und in China sind über 500 angeschlossene Fitnessstudios. Hyrox, eine globale Fitnesschallenge, die 2017 in Hamburg gegründet wurde, hat sich rasant entwickelt. Das Peking-Event fand vom 10. bis 13. September im Nationalen Eisschnelllaufstadion statt und bot das gleiche standardisierte Format und die gleichen Distanzen wie alle Hyrox-Events, wodurch weltweit Leistungsvergleiche möglich sind.

Während die Veranstalter die Athletin verteidigten und die körperliche und geistige Resilienz von Eliteathleten betonten, bleiben öffentliche Bedenken hinsichtlich Hygiene und Sicherheit ungeklärt. Der Zwischenfall löste eine breite Debatte über den Ausgleich zwischen Leistung und öffentlicher Gesundheit in Fitnesswettkämpfen aus.