Die nigerianischen Behörden untersuchen die Todesfälle von 37 Verdächtigen illegaler Goldgräber, die in Haft in Niger State starben. Die Vorfälle ereigneten sich nach einer Sicherheitsoperation am Dienstag und Mittwoch, bei der Dutzende Bergbauer festgenommen wurden. Zunächst vermuteten Behörden eine Krankheit als Todesursache, doch Überlebende und Berichte deuten auf Überfüllung und mangelnde Belüftung in der Arrestzelle hin.

Haftbedingungen und Berichte der Überlebenden

Der Überlebende Dauda Shehu berichtete der Associated Press, dass 65 Festgenommene in eine schlecht belüftete Zelle gepfercht wurden. Er beschrieb den Moment, als sie merkten, dass sie nicht mehr atmen konnten: „Plötzlich stellten wir fest, dass wir nicht atmen konnten, und suchten verzweifelt nach frischer Luft.“ Laut Shehu versuchten die Häftlinge, die Wachen durch Schlagen an die Zellentür zu warnen.

Der Leiter der Nigeria Security and Civil Defence Corps (NSCDC) in Niger State, Suberu Siyaka Aniviye, teilte mit, dass Behörden eine Krankheit als Todesursache vermuten. Die Leichen wurden jedoch für „weitere medizinische Untersuchungen, um die tatsächliche Todesursache zu klären“, überstellt. Aniviye nannte keine konkrete Krankheit, die in Betracht gezogen wird.

Sicherheitsmaßnahmen und Hintergrund

Laut Polizeisprecher Wasiu Abiodun hat der Polizeichef von Niger State eine sofortige Untersuchung der Todesfälle angeordnet. Die NSCDC hatte während einer Sicherheitsoperation „Dutzende verdächtiger illegaler Goldgräber“ festgenommen. In den frühen Morgenstunden des 17. September 2026 wurden viele der Festgenommenen tot aufgefunden.

Preliminary intelligence suggests the fatalities may have resulted from overcrowding and inadequate ventilation within the detention facility; the civil defense operation targeted illegal mining operations in a region known for small-scale gold mining. The gold extracted from these mines is often smuggled out to the United Arab Emirates, from where it is laundered into the global supply chain in Europe, the United States, Asia, and South Africa, according to a 2024 SwissAid report.

Weitere Auswirkungen und wirtschaftliche Faktoren

Gold ist nicht der einzige Rohstoff, der in Niger State gefördert wird. Der Bundesstaat verfügt auch über Tantalit, Kupfer und Lithium – Mineralien, die für Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energietechnologien stark nachgefragt werden. Der Wettbewerb um diese Ressourcen hat auch zu Gewalt durch kriminelle Banden geführt, die im lokalen Sprachgebrauch als Banditen bezeichnet werden. Diese Gruppen erheben Steuern von den Bergarbeitern und verlangen einen Anteil am abgebauten Erz, um Zugang zu den Gruben zu erlauben.

Die Vorfälle haben Sorge bei Familien und lokalen Behörden ausgelöst. Angehörige der Opfer wurden gebeten, Informationen zu liefern, die die Ermittlungen unterstützen könnten. Gleichzeitig bleibt das Problem der illegalen Bergbautätigkeit und deren Auswirkungen auf die lokalen Gemeinschaften und die Umwelt eine dringliche Angelegenheit in der Region.