Schauspieler wie Matt Lucas, Hugh Bonneville und Siobhán McSweeney aus der Serie „Derry Girls“ haben sich einer Bewegung angeschlossen, die rechtliche Schutzmaßnahmen gegen KI-Stimmenklonung einfordert — Laut Berichten der BBC wird in der Kampagne auf die Risiken verwiesen, da Stimmen in Minuten und mit minimalem Audio-Material nachgebildet werden können.

Branchenvertreter warnen vor Diebstahl und Schaden

Die Kampagne wurde unter anderem von der Hörbuch-Sprecherin Alice Sockett mitgegründet. Sie bezeichnete die KI-gestützte Stimmenklonung als „existenzielle Bedrohung für unsere gesamte Branche“. Sockett betonte, dass Stimmen-Diebstahl wöchentlich zunimmt und Stimmen im öffentlichen Raum „völlig ungeschützt“ seien.

Sockett hob die emotionale und persönliche Bedeutung einer Stimme hervor. Die schottische Sängerin Sandi Thom, die ebenfalls die Petition unterzeichnete, sagte, ihre Stimme sei „einzigartig für mich und wurde mir bei der Geburt mitgegeben“. Sie fügte hinzu, dass ihre Stimme die „Emotionen, das Leben, den Schmerz, die Tränen und Freude“ widerspiegelt, die sie im Laufe der Zeit erlebt hat.

Regierung reagiert und plant Gesetzgebung

Eine Sprecherin der britischen Regierung erkannte das Schadpotenzial digitaler Replikate an, betonte aber auch ihre Nützlichkeit in kreativen Branchen. Die Regierung werde eine Konsultation starten, um Schäden zu bekämpfen, gleichzeitig aber auch legale Innovationen zu schützen, hieß es.

Siobhán McSweeney drückte ihre Sorge aus, dass die Regierung hinterherhinkt, um diese Probleme zu bewältigen. Sie hob hervor, dass man mit KI arbeiten müsse und sie als Werkzeug nutzen solle, das Künstlern hilft, statt sie obsolet zu machen.

Weitere Branchenbedenken und Rechtslücken

Mehr als 80 Künstler haben die Petition unterzeichnet, darunter Vertreter verschiedener Darstellungsformen. Die Bewegung kommt Monate nachdem britische Rechtsexperten gewarnt haben, dass das bestehende Recht aufgrund der raschen Entwicklung der KI-Technologie „nicht mehr für den Zweck geeignet“ sei.

McSweeney sagte, das Publikum suche nach „diesem menschlichen Kontakt“, nicht nach Darstellungen. Dieser Gedanke spiegelt eine breitere Sorge über die Authentizität und Unersetzbarkeit menschlicher Kreativität in den Künsten wider.