Ein britischer Anwalt wurde verurteilt, weil er sich als Polizeibeamter ausgab, um Videomaterial von einem Nando’s Restaurant in Warrington zu erhalten, um seine Ex-Freundin zu beobachten, wie Gerichtsakten zeigen. Conor Johnstone, 34, nutzte den Alias ‘PC Matt Gregory’ der Cheshire Constabulary und behauptete, er untersuche eine Auseinandersetzung zwischen zwei Kunden. Das Gericht hörte, dass er das Restaurant telefonisch kontaktierte und anschließend eine überzeugende E-Mail von der Adresse ‘[email protected]’ schickte, inklusive des Wappens der Cheshire Constabulary und der Berufsbezeichnung ‘Familienbeauftragter im Bereich häuslicher Gewalt’.
Verkleidung und Täuschung
Die Nando’s-Mitarbeiterin Gabby Ball sagte vor dem Amtsgericht Leeds, dass Johnstone „professionell klang und so, als wisse er, wovon er spricht.“ Als das Restaurant eine Anforderungsformular verlangte, füllte Johnstone dieses mit seiner gefälschten Identität aus. Die Mitarbeiter kontaktierten später die Cheshire Police, nachdem ihre E-Mails an die angegebene E-Mail-Adresse nicht zugestellt wurden. Ihnen wurde gesagt, dass es keinen PC Gregory gab.
Die echten Polizeibeamten konnten das Konto auf Johnstone zurückverfolgen, dessen Debitkarte verwendet wurde, um den E-Mail-Domain-Namen zu erwerben. Johnstone, der Inhaber der MAJ Law, behauptete gegenüber der Polizei, dass andere in seiner Kanzlei Zugang zu seinem Internetkonto und seiner Debitkarte hätten. Während seines Prozesses bestreitete er, dass er seine schwangere Ex-Partnerin ausspionieren wollte, und behauptete stattdessen, sie sei hinter dem Schwindel stecke.
Gerichtsverfahren und Verneinung
Johnstone erschien erstmals vor dem Amtsgericht Warrington, wo er einen Unschuldsbeweis erklärte und auf bedingten Arrest verlegt wurde. Der Fall wurde später an das Amtsgericht Leeds überstellt, wo er am 17. Februar zu einer Anhörung erschien. Laut Gerichtsakten wurden zwei Richter von seinen Behauptungen nicht überzeugt und verurteilten ihn. Seine Strafe ist für nächsten Monat angesetzt.
Johnstone hat angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen, berichten Medien. Der Fall hat Debatten über die Folgen der Polizeiverkleidung und die Verantwortung von Rechtsanwälten angestoßen. Das Nando’s-Personal hatte die richtigen Schritte unternommen, als es die Polizei kontaktierte, nachdem es Verdacht auf eine gefälschte E-Mail hatte, was zur Untersuchung und schließlich zur Verurteilung führte.
Hintergrund und Vorwürfe
Connor Johnstone, 34 Jahre alt aus Allostock, wurde beschuldigt, zwischen dem 22. und 25. Juli letzten Jahres einen Polizeibeamten zu verkleiden. Der angebliche Vorfall betraf einen Anruf an ein Nando’s in Stockton Heath von einer versteckten Nummer, bei dem der Anrufer sich als Polizeibeamter der Cheshire Police ausgab. Ermittlungen führten die Beamten zu Johnstone, der später mit der Tat belastet wurde. Der Fall unterstreicht die rechtlichen und ethischen Grenzen für Anwälte und das potenzielle Missbrauchspotenzial von Berufspositionen.
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