Tausende Argentinier demonstrierten in mehreren Städten gegen die Kürzungen im Budget für staatliche Universitäten, berichtete Al Jazeera. Die Demonstrationen fanden am Donnerstag statt. Die Bürger forderten. Dass die Regierung einer Verordnung folgt, die eine Finanzierung des staatlichen, kostenfreien Hochschulsystems garantiert.
Protestanten fordern Einhaltung des Gesetzes
Die Demonstranten argumentierten, dass Milei-Regierung ein Verfassungsgebot verletze, das staatlichen Universitäten eine Mindestfinanzierung garantiert, and Das Gesetz, das 2021 verabschiedet wurde, sollte die Finanzlage der argentinischen Universitäten stabilisieren, die seit Jahren unter Unterkapazität leiden.
„Die Regierung handelt gegen Gesetz und gegen das Interesse des Volkes“, sagte María Fernández, eine Studentin aus Buenos Aires. Sie fügte hinzu, dass die Kürzungen manche Studenten gezwungen hätten, ihre Studien aufzugeben, da sie keine Unterstützung mehr erhalten.
Erhebliche Budgetkürzungen
Unter Mileis Wirtschaftsreformen wurde das Budget für staatliche Universitäten massiv gekürzt. Laut offiziellen Zahlen beträgt das Budget 2026 40 Prozent weniger als im Vorjahr. Kritiker warnen, dass die Kürzungen die Qualität des Bildungssystems und den Zugang für einkommensschwache Studenten gefährden.
Die staatlichen argentinischen Universitäten sind kostenlos. Die Finanzierung erfolgt über direkte Budgetzuweisungen. Die Kürzungen führten zu Verzögerungen bei den Gehaltszahlungen der Professoren, zu weniger Wartung und zur Streichung einiger Programme. In einigen Fällen werden Studenten sogar für grundlegende Dienstleistungen wie Drucken oder Bibliothekszugang bezahlen.
„Wir sind nicht gegen die wirtschaftlichen Pläne der Regierung, aber dies ist ein direkter Angriff auf die Bildung“, sagte Ignacio Morales, Professor an der Universität Buenos Aires. Er betonte, dass die Demonstrationen um die Schutz eines öffentlichen Gutes kämpfen, das historisch für alle Argentinier zugänglich war.
Regierung rechtfertigt Kürzungen
Präsident Milei verteidigte die Budgetkürzungen als Teil einer umfassenden Strategie, um die Staatsausgaben zu reduzieren und die Wirtschaft zu stabilisieren. In einer kürzlichen Erklärung sagte er, die Regierung setze auf fiskalische Disziplin statt auf ein „ineffizientes“ staatliches Hochschulsystem.
„Wir kürzen nicht die Bildung. Wir reformieren sie, um sie effizienter und auf die Bedürfnisse der Wirtschaft auszurichten“, sagte Milei in einer Pressekonferenz. Er fügte hinzu, dass private Investitionen und Partnerschaften mit dem Privatsektor die Lücken schließen könnten, die durch die Verringerung der staatlichen Finanzierung entstehen.
Gegner der Kürzungen argumentieren jedoch, dass private Finanzierung keine tragfähige Lösung sei für ein System, das stark auf staatliche Unterstützung angewiesen ist. Sie weisen auch darauf hin, dass Argentinien zu den Ländern mit den höchsten Hochschulzugangsraten in Lateinamerika zählt und eine Reduzierung der staatlichen Finanzierung langfristige wirtschaftliche Folgen haben könnte.
Die Demonstrationen verliefen größtenteils friedlich. Studenten, Professoren und Bürger demonstrierten in Städten wie Buenos Aires, Rosario und Córdoba. Einige Demonstrationen zogen nach Berichten lokaler Medien mehr als 10 000 Teilnehmer an.
„Es geht nicht nur um Geld. Es geht um die Zukunft unseres Landes und das Recht auf Bildung für alle“, sagte Carlos Mendoza, ein Hochschuladministrator, der an den Demonstrationen in Rosario teilnahm. Er forderte, dass die Regierung eine Lösung findet, die wirtschaftliche Ziele und soziale Verantwortung in Einklang bringt.
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