Sie hat mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt lang Behandlungen durchlaufen, belastend und äußerst invasiv –, doch die Krankheit hat sich auf andere Körperteile ausgebreitet; Ihre Ärzte sagen, ihre Diagnose sei nun endgültig. „Ich würde das nie in den Tod meines schlimmsten Feindes wünschen“, sagt sie. Ihre Tochter, mittlerweile 12 Jahre alt, wächst mit der Krankheit in ihrem Leben auf. Walters sagt, die Familie habe ehrlich über den Tod gesprochen, als die Tochter erst drei Jahre alt war.

Zweiprägige Strategie zur Eliminierung

2026 hat ihre Tochter das Alter erreicht, in dem Australien Kinder impft, um die Krankheit zu bekämpfen, die letztendlich das Leben ihrer Mutter beenden wird. Das Land ist auf dem Weg, dies innerhalb eines Jahrzehnts zu erreichen, und konkurriert nun mit anderen Nationen darum, die erste im weltweiten Kampf gegen eine Krebsform zu sein. Die zweiprägige Strategie umfasst eine flächendeckende Impfung gegen humanes Papillomavirus (HPV) und regelmäßige Screenings. Das Nationale Impfprogramm bietet drei Impfungen an, darunter die HPV-Impfung, die einige hochriskante Erreger verhindern kann, die zu Gebärmutterhalskrebs führen.

Führungsrolle im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs

Obwohl HPV keine Symptome verursachen und sich selbst ohne Behandlung wieder auflösen kann, ist es eine der wenigen Krebsursachen, die durch Impfungen verhindert werden können. Australien ist laut Professor Karen Canfell ein globales Vorbild im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs. Sie hat die Auswirkungen der Krankheit sowohl innerhalb als auch außerhalb Australiens beobachtet. Die Strategie des Landes wird für ihren umfassenden und proaktiven Ansatz in der öffentlichen Gesundheit gelobt.

Steigende Krebsraten bei Jüngeren und chemische Bedenken

Während Australien auf die Ausrottung von Gebärmutterhalskrebs fokussiert, gewinnt ein weiteres Problem an Aufmerksamkeit: die steigenden Krebsraten bei Menschen unter 50. Laut dem Medical Journal of Australia ist dieser Trend besorgniserregend. Einige Forscher vermuten, dass Chemikalien, darunter solche in Kunststoffen, eine Rolle spielen könnten. Allerdings wird die genaue Ursache und mögliche Gegenmaßnahmen noch untersucht.

Jede Zelle des Körpers enthält DNA, die beschädigt oder mutiert werden kann, was zu Krebs führt. Ältere Menschen leiden häufiger an Krebs, da sich Mutationen im Laufe der Zeit anhäufen und die Fähigkeit des Körpers, beschädigte Zellen zu reparieren, abnimmt. Dennoch betreffen die Krankheit auch jüngere Menschen, was Fragen nach Umwelt- und Lebensstilfaktoren aufwirft, die möglicherweise zu dieser Entwicklung beitragen.