Schwerer Schneefall setzt sonntagabend ein und hält bis montagmorgen an. Laut Vorhersagern fallen in Delaware und Nachbarstaaten weitgehend über 30 Zentimeter Schnee. Lokal sind bis zu 60 Zentimeter möglich.

Das National Weather Service definiert eine Blizzardwarnung bei starkem Schneefall oder Schneetreiben, Wind über 56 km/h und Sichtweite unter 400 Metern für mindestens drei Stunden. Starke Böen können gefallenes Schneetreiben zu einem Blizzard machen, auch ohne Neuschnee oder bittere Kälte.

Die geteilten Warnungen in Delaware unterstreichen die Stärke des Sturms. Kent und Sussex Counties erfüllen die Blizzardkriterien. New Castle County erhält eine Wintersturmwarnung. Diese gilt bei 15 Zentimetern Schnee in 12 Stunden oder 20 Zentimetern in 24 Stunden, teils mit bis zu 1,3 Zentimetern Graupel.

Behörden verhängen Eisssturmwarnungen bei 6 Millimetern Eisansatz. Warnungen kommen 24 bis 48 Stunden im Voraus bei 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit für Lebens- und Sachschäden. Blizzardwachen signalisieren mögliche starke Winde und schlechte Sicht.

Ratschläge warnen vor erheblichen Beeinträchtigungen, die gefährlich werden können. Sie gelten bei 7,5 bis 12,5 Zentimetern Schnee pro Stunde, bis 1,3 Zentimetern Graupel, Gefrierregen mit Schnee oder Schneetreiben. Gefrierregen-Ratschläge treten bei 6 Millimetern Ansammlung ein.

Das System zieht als klassischer Nor’easter über die Ostküste. Solche Stürme entstehen 160 Kilometer vor der Küste zwischen Georgia und New Jersey. Sie bewegen sich nordöstlich, kulminieren bei New England und den kanadischen Seeprovinzen von September bis April. Erwartet werden starker Niederschlag, Sturmböen, hohe Wellen und teils Küstenschäden.

Schneemengen variieren stark in Delaware. Wilmington: 1,3 bis 71 Zentimeter, erwartet 30 Zentimeter. Middletown: 2,5 bis 66 Zentimeter, erwartet 28 Zentimeter. Smyrna: 2,5 bis 71 Zentimeter, erwartet 30 Zentimeter. Dover: 2,5 bis 79 Zentimeter, erwartet 30 Zentimeter. Milford: 2,5 bis 76 Zentimeter, erwartet 28 Zentimeter. Georgetown: 2,5 bis 71 Zentimeter, erwartet 28 Zentimeter. Seaford: 2,5 bis 69 Zentimeter, erwartet 25 Zentimeter. Bethany Beach: 1,3 bis 58 Zentimeter, erwartet 20 Zentimeter.

Bewohner sollen sich vorbereiten. Die Mayo Clinic rät zu sicheren Schneeräumtipps, um Herzbelastung zu vermeiden. Erst aufwärmen. Langsam arbeiten. Schnee schieben, nicht heben. Ergonomische Werkzeuge nutzen. Flüssigkeit zuführen. Bei Schwindel oder Atemnot pausieren.

Reisen werden sonntagabend gefährlich. Winde verstärken die Gefahr durch Schneeverwehungen in Blizzardgebieten. Stromausfälle drohen durch nassen Schnee auf Leitungen. Küstengebiete erwarten Überschwemmungen über dem Schnee.

Delaware-Behörden aktivierten samstags Notfallzentren. Schulen bleiben montags geschlossen. Autobahnen wie I-95 und U.S. 13 räumen Schneepflüge rund um die Uhr. Vorräte anlegen: Wasser, Haltbares, Medikamente, Batterien, Decken.

Der Begriff Blizzard stammt aus den 1870er-Jahren. Eine Iowa-Zeitung übernahm ihn aus dem Slang für Kanonenfeuer für heftige Schneestürme. Maßgeblich ist die schlechte Sicht, nicht die Schneemenge.

Vorhersagen wurden über Nacht präzisiert. Höchste Mengen nun in offenen Feldern fern der Küste möglich. Wärmeinseln in Wilmington mindern Peaks um einige Zentimeter.

Lokale Warnungen beachten. Bedingungen ändern sich rasch. Das National Weather Service aktualisiert Prognosen sonntags per Radar.