Accra – Die Bank of Ghana und die Securities and Exchange Commission haben gegen die Verbreitung von Kryptowerbung durchgesetzt. Virtuelle Asset Service Providers müssen bis Samstagabend alle Billboards und andere öffentliche Anzeigen abbauen.
Der 48-Stunden-Frist lässt Anbietern wenig Zeit zur Umsetzung. Firmen müssen Markierungen aus Accra und anderen Städten entfernen, sonst drohen Strafen, hieß es in der gemeinsamen Erklärung.
Keine Firma ist ausgenommen. Dazu gehören auch solche im regulatorischen Sandbox-Rahmen. „Alle VASPs, einschließlich solcher im BoG- und SEC-Sandbox, haben jegliche Massenwerbung oder öffentliche Kampagnen für virtuelle Assets einzustellen, es sei denn, ausdrücklich von BoG und SEC genehmigt“, heißt es in der Anordnung.
Regulierer nannten einen Anstieg auffälliger Werbung als Auslöser. Billboards für Digitalwährungen und Stablecoins sind in Großstädten aufgetaucht. Behörden fürchten, dass solche Aktionen Verbraucher hohen Risiken unregulierter Produkte aussetzen.
Die Maßnahme beruht auf dem Virtual Asset Service Providers Act von 2025 (Act 1154). Das Gesetz stuft Advocacy für virtuelle Assets als regulierte Tätigkeit ein. Anbieter müssen sich bei BoG und SEC registrieren, bevor sie werben dürfen.
Es gibt eine Übergangsfrist für Lizenzanträge bestehender Firmen. Werbeaktivitäten bleiben jedoch eingefroren. „Virtual Asset Advocacy ist eine regulierte Tätigkeit nach dem Virtual Asset Service Providers Act von 2025 (Act 1154) und erfordert Registrierung bei BoG und SEC“, teilten die Regulatoren mit. Sie versprachen bald detaillierte Werberegeln.
Anbieter, die in Außenwerbung investiert haben, müssen nun eilen. Manche gaben viel für Plätze in belebten Accra-Vierteln aus. Die Anordnung erzwingt raschen Abbau, möglicherweise teuer.
„Diese Mitteilung warnt VASPs, die Billboards und andere öffentliche Formen aufgestellt haben, diese binnen 48 Stunden nach Datum dieser Mitteilung zu entfernen“, hieß es. „Bei Nichteinhaltung drohen schwere Sanktionen gegen die verantwortlichen Anbieter.“
Ghana reiht sich in einen globalen Trend ein, Krypto-Überwachung zu verschärfen. Stablecoins und Kryptowährungen ziehen hier Privatanleger an, inmitten wirtschaftlicher Belastungen. Regulatoren wollen Hype eindämmen und lizenziertes System aufbauen.
BoG und SEC begründeten den Schritt mit Verbraucherschutz. Sie wollen Ghanaiens vor Betrug und Volatilität schützen, bis volle Regeln greifen. Branchenbeobachter erwarten Widerspruch von Anbietern, doch die Anordnung duldet keine Verzögerung.
Vorerst erlöschen in Accra Krypto-Werbungen auf Billboards. Die Haltung der Regulatoren unterstreicht ihre Kontrolle über das öffentliche Fintech-Gesicht. Anbieter warten auf nächste Richtlinien, während Ghana seine Digital-Asset-Zukunft formt.
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