Ahmed al Ahmed, der Mann, der einen mutmaßlichen Täter während der tödlichen Schießerei an der Bondi Beach entwaffnete, wird nun wegen häuslicher Gewalt angeklagt, berichtet die BBC. Der 44-Jährige wurde nach seiner Intervention bei einem jüdischen Event im Dezember, bei dem 15 Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden, als Held gefeiert.

Angeklagt, Vater angegriffen zu haben

Ahmed soll im März seinen Vater angegriffen haben, berichten australische Medien. Er wurde wegen häuslicher Gewalt, Voyeurismus und Nötigung angeklagt. Er bestreitet die Vorwürfe und sagte dem Sender ABC, sie seien „überhaupt nicht wahr.“

Handlungen während der Schießerei

Videos der Massenschießerei während eines Gedenkveranstaltungs zum Chanukka-Fest zeigten, wie Ahmed eine Waffe von einem der mutmaßlichen Täter wegriss. Dabei wurde er mehrfach getroffen und besucht in der Klinik vom australischen Premierminister Anthony Albanese, der ihn den „Besten unseres Landes“ nannte.

Ein Spendenaufruf für Ahmed brachte über 2,5 Mio. Australische Dollar (1,24 Mio. GBP; 1,7 Mio. USD) ein – die Mittel dienen seiner medizinischen Behandlung und Unterstützung. Die Schießerei in Bondi war der tödlichste Massenmord in Australien seit 1996. Die Polizei stufte den Vorfall als terroristischen Angriff gegen die jüdische Gemeinschaft ein.

Gerichtsverfahren und öffentliche Reaktion

Ahmed muss sich am 29. Juni vor dem Bankstown Local Court in Sydney verantworten. Der Fall wird aufgrund seiner Rolle als Held eng beobachtet. Der Kontrast zwischen seinen heldenhaften Taten während der Schießerei und den aktuellen Anklagen löste eine breite öffentliche Debatte aus.

Der Vorfall wirft Fragen auf, wie man mit öffentlichen Figuren und dem Rechtsverfahren umgehen soll. Während viele Ahmed für seine Tapferkeit loben, haben die neuen Anklagen auch Diskussionen über die Notwendigkeit von Rechenschaftspflicht und Gerechtigkeit in häuslichen Angelegenheiten ausgelöst.