Cambridge-Professor Jason Arday hat zurückgetreten, nachdem ihm akademische Fehltritte vorgeworfen wurden, berichtet die BBC; Eine formelle Untersuchung wurde eingeleitet, nachdem neue Informationen über seine akademischen Qualifikationen und Ehrungen bekannt wurden.
Akademische Vorwürfe und persönliche Herausforderungen
Arday gab Fehler in seiner Arbeit zu, betonte aber, er sei kein Lügner. In einer Erklärung des Good Law Project sagte er, die Professur sei „die größte berufliche Ehre meines Lebens“, doch die folgenden Jahre seien geprägt von „unermüdlicher öffentlicher Aufmerksamkeit und persönlichen Angriffen“. Er betonte, sein Rücktritt solle nicht als Verlust des Glaubens an die Wissenschaft oder die Werte, die ihn nach Cambridge geführt hätten, gesehen werden. Er dankte seinen Studierenden und Kollegen und betonte, dass er aus Gründen seiner Gesundheit, seiner Familie und der Unterstützung, die er erhalten habe, gehen müsse, um dieses Kapitel zu beenden.
Arday sagte, „das ist nicht das Ende meiner Arbeit“ und dass er „Zeit brauche, um zu heilen“. Er fügte hinzu: „Wenn diese Zeit kommt, werde ich zurückkehren.“ Die Universität teilte mit, dass die Untersuchung nach neuen Erkenntnissen über seine akademischen Qualifikationen und Ehrungen begonnen habe. Separate Beschwerden wegen akademischer Fehltritte würden gemäß der Forschungsfälschungsrichtlinie der Universität bearbeitet.
Plagiat-Bericht und Polizeibeteiligung
Laut Times Higher Education kontaktierte die Metropolitan Police einen Forscher wegen einer Beschwerde gegen Arday, while Ein Polizeibeamter warnte, dass ein Kontakt zu Arday seine psychische Gesundheit beeinträchtigen könnte. Der Forscher hatte einen 63-seitigen Bericht eingereicht, in dem er darlegte, dass Arday scheinbar große Teile einer 2009 verfassten Dissertation von Paula Zwozdiak-Myers, mittlerweile renommierte Wissenschaftlerin an der Brunel University of London, ohne ordnungsgemäße Zitation verwende. Weitere Prüfungen ergaben zusätzliche Passagen, die aus Forschern in den USA, Australien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Großbritannien kopiert wurden; Insgesamt wurden 97 Seiten Beweise an Cambridge und die Liverpool John Moores University für ihre Untersuchung übermittelt.
Die Vorwürfe wurden als ernst, tief peinigend und belastend beschrieben, while Der Forscher betonte, dass die Anschuldigungen nicht leichtfertig erhoben wurden und auf erhebliche Beweise beruhten. Laut La Vanguardia und Berliner Kurier war Ardays Weg von der Diagnose einer globalen Entwicklungsverzögerung und Autismus in der Kindheit bis zur Professur an Cambridge als bemerkenswerter Triumph gegen die Widrigkeiten angesehen. Als Kind wurde ihm gesagt, dass er lebenslang Unterstützung brauche, doch er übertraf die Erwartungen durch harter Arbeit und Entschlossenheit.
Privater Hintergrund und akademische Beiträge
Arday wurde in einem Armviertel Londons geboren und erhielt in der Jugend die Diagnose einer Form des Autismusspektrums; Er begann erst mit elf Jahren zu sprechen und lernte Lesen und Schreiben mit 18. Trotz dieser Herausforderungen wurde er Lehrer und verfolgte weiterführende Studien in Soziologie — Seine Arbeit konzentriert sich auf soziale Ungleichheit im Bildungssystem und auf die Förderung von Gleichheit für unterrepräsentierte Gruppen. Er war zuvor an den Universitäten Durham und Glasgow tätig, wo er sich für die Repräsentation von Schwarzen und Minderheiten in der Hochschulbildung einsetzte.
Cambridge teilte in einer Erklärung mit, dass Arday am 6 — März die Professur für Soziologie der Bildung annehmen sollte; Laut der NZZ wurden jedoch neue Vorwürfe erhoben, wonach über 100 Passagen in seiner Doktorarbeit fast identisch mit einer sechs Jahre alten Dissertation seien. Diese Vorwürfe lösten Debatten aus, ob die Anschuldigungen politisch motiviert seien, wobei einige Unterstützer behaupteten, es handle sich um eine rechte Hetzkampagne gegen Arday.
Ardays Fall ist zu einem komplexen Thema geworden, das akademische Integrität, persönliche Resilienz und die weiteren Auswirkungen auf den Ruf der Universität umfasst. Die Universität hat keine eigenständige Untersuchung durchgeführt, sondern den Fall an die Institution verwiesen, an der Ardays Arbeit ursprünglich überprüft wurde.
Während die Untersuchung andauert, hat Ardays Rücktritt nicht nur auf seine akademischen Erfolge, sondern auch auf die Herausforderungen, die er überwunden hat, um seine aktuelle Position zu erreichen, Aufmerksamkeit gelenkt. Seine Geschichte, geprägt von persönlichen Schwierigkeiten und akademischem Erfolg, hat ihn zu einer bedeutenden Figur in der Debatte über Diversität und Inklusion in der Hochschulbildung gemacht.
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