Der R&B-Sänger Chris Brown wurde verurteilt, 13 Millionen Dollar Schadensersatz an Maria Avila zu zahlen, nachdem sie 2020 von seinem Wachhund Hades schwer verletzt wurde; Avila war im Haus von Brown in Tarzana, Kalifornien, beschäftigt, als der Angriff stattfand. Sie erlitt schwere Verletzungen am Arm und Gesicht, darunter Dutzende Nähte und Hauttransplantate von ihrem Bauch an den Arm. Sie litt zudem unter posttraumatischer Belastungsstörung und Nervenschäden, die ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigten.

Gerichtsurteil und zusätzliche Vergütungen

Avila und ihre Schwester Patricia Avila hatten Brown 2021 verklagt. Der Prozess endete mit einem Juryurteil zugunsten der Avilas. Maria Avila erhielt 12,9 Millionen Dollar, Patricia Avila bekam 885.000 Dollar für seelische Belastung. Zudem erhielt Marias Ehemann, Oscar Olivo, 50.000 Dollar für die Auswirkungen der Verletzungen auf ihre Beziehung. Michael C. Murphy Jr., Anwalt von Patricia, erklärte: „Nach mehr als fünf Jahren Prozess gegen Chris Brown sind wir begeistert, dass wir Gerechtigkeit für unsere Mandantin Patricia erreicht haben. Wir freuen uns sehr für sie und ihre Familie nach allem, was sie an jenem schrecklichen Tag durchgemacht haben.“

Aussagen und Prozessdetails

Während des zweiwöchigen Prozesses in Van Nuys, Kalifornien, schilderte Maria Avila den Angriff vom 12. Dezember 2020 in emotionaler Aussage. Sie brach auf der Zeugenbank zusammen und sagte: „Ich werde nie wieder dieselbe sein.“ Avila berichtete, dass Chirurgen Haut von ihrem Bauch entnommen hätten, um sie an ihren verletzten Arm zu transplantieren, was extreme Schmerzen verursachte und ihre Beweglichkeit einschränkte. Die Gesichtsverletzungen erforderten Dutzende Nähte. Laut Rolling Stone verboten Pandemiebeschränkungen ihrer Familie, sie während ihres fünftägigen Krankenhausaufenthalts zu besuchen, sodass sie die Genesung alleine durchstehen musste.

Brown befand sich zu Hause während des Angriffs und gab an, den Hund nach dem Vorfall in einen Käfig gesperrt zu haben. Er verließ das Haus, bevor der Rettungswagen eintraf, und begründete dies mit Sorge vor einer „Medienhysterie“. Brown gab Fehlverhalten zu, bestreit aber die Schwere der Verletzungen von Avila. Er argumentierte, er habe die Avilas gewarnt, ohne Erlaubnis nicht nach draußen zu gehen, da Hades eine Gefahr darstelle. Die Avilas bestreiten, dass ein solches Gespräch stattgefunden hat.

Umfeld und Karrierehintergrund

Brown ist ein erfolgreicher R&B-Künstler, dessen acht von zwölf Alben in den USA mit Platin ausgezeichnet wurden. Der Anwalt von Patricia Avila betonte die emotionale Belastung, die der Vorfall mit sich brachte, und den langen Rechtsstreit. Der Fall unterstreicht die rechtliche Verantwortung von Haustierhaltern und die Konsequenzen, wenn sie die Sicherheit derer nicht gewährleisten, die in ihren Häusern arbeiten.

Dieser Fall ist Teil einer breiteren Debatte über Haftung in häuslichen Arbeitsumgebungen und der Rechtsprechung, die für Prominente gesetzt wird. Er zeigt auch die Herausforderungen, denen häusliche Arbeiter bei der Durchsetzung von Rechten begegnen, insbesondere in prominenten Fällen, in denen Medienaufmerksamkeit die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen kann.