Das britische Ehepaar Sarah Short, 54, und ihr Ehemann Ed, 58, gerieten in eine beunruhigende Situation, als sie in Dubai feststeckten, während der Konflikt mit dem Iran eskalierte. Das Paar, das im Nahen Osten Urlaub machte, sah sich gezwungen, ihren Rückflug nach London abzusagen und musste durch die Wüste nach Muscat, Oman, reisen, um einen Flug nach Hause zu sichern.

Wüstenfahrt und Chaos am Flughafen

Short und ihr Ehemann sollten am Tag, an dem der Konflikt begann, nach London zurückkehren, mussten jedoch ihre Pläne ändern. Nachdem sie erfuhren, dass ein Flug nach London am Mittwoch abfliegen würde, entschieden sie sich, nach Muscat zu fahren. Das Paar zahlte 1.500 GBP für einen Taxi, um die 300 Meilen durch die Wüste zu bewältigen, was mehr als acht Stunden dauerte.

Bei ihrer Ankunft am Flughafen Muscat beschrieben sie die Situation als ‘absolute Chaos’. Laut Sarah Short war der Flughafen überfüllt, und das Personal sowie Teams von British Airways kämpften darum, die verlorenen Reisenden zu unterstützen. ‘Es war traurig, weil sie versuchten, uns zu helfen, aber sie schickten uns in die falsche Richtung’, sagte sie. ‘Wir kamen schließlich um vier Uhr morgens an Bord unseres Fluges.’

Emotionale Wiedersehensfreude und Sorgen um andere

Nach einer langen und stressigen Reise wurden das Paar am Donnerstagmorgen in der Regel am Flughafen Heathrow mit ihrer Familie vereint. Sarahs Schwester Karen Fenton und ihre Söhne Finn Howard und Alex begrüßten sie mit einem Schild, das ‘Willkommen zu Hause Sarah + Ed’ besagte. Fenton drückte ihre Sorge über das Erlebnis des Paares aus und erwähnte, dass sie ‘ziemlich traumatisiert’ von dem Erlebnis waren und tausende Pfund für das Erlebnis ausgegeben hatten.

Unterdessen rief ein weiteres britisches Ehepaar, Roger und Sophie aus Surrey, die ebenfalls von Muscat nach London reisten, die Regierung auf, mehr zu tun, um verlorene Briten zu unterstützen. ‘Die Regierung muss einfach Leute nach Oman bringen und sie abfliegen lassen. Das ist alles’, sagte Roger. Er fügte hinzu, dass viele Menschen, einschließlich solcher mit Kindern und älteren Familienmitgliedern, ‘wirklich erschrocken’ waren und Hilfe benötigten.

British Airways hat zwei zusätzliche kommerzielle Flüge von Muscat nach London Heathrow angekündigt, die für Freitag und Samstag geplant sind. Allerdings wurden beide Flüge als voll gebucht gemeldet. Zudem sind drei staatlich gemietete Flüge für die nächsten Tage geplant, um britische Staatsbürger, die im Nahen Osten feststecken, zu retten.

Verlorene Staatsbürger und Evakuierungspläne

Muscat ist zu einem entscheidenden Abflugpunkt geworden für Menschen, die versuchen, den Nahen Osten zu verlassen, da die meisten kommerziellen Flüge aus dem Vereinigten Arabischen Emiraten aufgrund von Luftschutzzonen, die durch den Konflikt verursacht wurden, abgesagt wurden. British Airways bestätigte, dass sie weiterhin nicht in der Lage ist, geplante Flüge von mehreren Städten im Nahen Osten, einschließlich Dubai, Abu Dhabi und Tel Aviv, zu betreiben.

Das britische Außenministerium hat keine Reisehinweise für die Region um Muscat herausgegeben, im Gegensatz zu den aktuellen Empfehlungen für Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi und Doha. Beamte haben erklärt, dass keine Erwartung einer großflächigen Evakuierung für die 138.000 britischen Staatsbürger, die in der Region registriert sind, besteht.

Als die Situation sich weiterentwickelt, zeigen die Erfahrungen verlorener Reisender wie Sarah und Ed Short die wachsenden Sorgen unter britischen Bürgern in der Region. Mit unsicheren Flügen und dem Konflikt mit dem Iran, der keine unmittelbaren Zeichen einer Abkühlung zeigt, bleibt der Bedarf an koordinierter Unterstützung sowohl von Fluggesellschaften als auch von der Regierung dringend.