Nigerias geändertes Electoral Act 2026. Der die elektronische Übertragung von Wahlresultaten vorsieht, wird auf Risiken für Wahlbeobachter und Schwächen im System untersucht — Das Gesetz, das vom Nationalen Parlament nach intensiven Debatten verabschiedet wurde, ersetzt die 2022 gültige Version, die die elektronische Übertragung nicht offiziell anerkannte. Diese Regelung war bereits in den Vorschriften der Unabhängigen Nationalen Wahlkommission (INEC) enthalten.
Umstrittene Sicherheit von Wahlbeobachtern
Herr Mike Igini. Ehemaliger INEC-Kommissar und Wahlkommissar für den Bundesstaat Akwa Ibom im Jahr 2019, hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Wahlbeobachtern unter dem neuen Gesetz geäußert; Er argumentiert, dass die Gewährung der Befugnis an Wahlbeobachter, den Internetzugang in Wahllokalen zu bestätigen, sie der Erpressung durch unehrliche Politiker aussetzen könnte. Die Sorge besteht. Dass solche Politiker Wahlbeobachter zwingen könnten, einen schlechten Internetzugang zu erklären, um die Verwendung von Formular EC8A zu rechtfertigen, einem papierbasierten Verfahren zur Ergebnisberichterstattung, das bekanntermaßen manipulierbar ist.
Bei einem kürzlichen Interview mit Arise TV betonte Igini einen früheren Vorfall, bei dem eine Landesregierung den Internetzugang blockierte und so die Übermittlung von Wahlresultaten verhinderte. Er warnte, dass ein ähnlicher Trick in Gebieten angewandt werden könnte, in denen Politiker die Echtzeit-Übertragung verhindern möchten, was die Frage aufwirft, ob die Abhängigkeit von Technologie tatsächlich eine sichere Lösung für Wahlbetrug ist.
Technologische Schwächen und Wahlenintegrität
Trotz der Unterstützung für die elektronische Übertragung bleibt die Zuverlässigkeit der Technologie bei der Sicherstellung der Wahlresultate ein umstrittenes Thema. Kritiker argumentieren, dass Technologie gehackt oder gestört werden kann, wie in Iran, wo die Regierung kürzlich den Internetzugang unterband, um Proteste zu unterdrücken. Dies wirft Bedenken auf, dass auch mit der behaupteten 93-Prozent-Internetabdeckung in Wahllokalen, wie sie von INEC bei den Wahlen 2023 angegeben wurde, das System immer noch manipulierbar sein könnte.
Zudem glauben einige Nigerianer, dass die alleinige Abhängigkeit von Technologie die tiefgreifenden Probleme im Wahlrechtssystem nicht löst, wie etwa das Kauf von Stimmen und das Fehlen unabhängiger Wahlbeobachter. Laut einem Bericht der Nigerianischen Interbank Settlement Systems und der Zentralbank Nigerias sind Cyberbetrugsverluste in dem Land in den letzten fünf Jahren um 350 Prozent gestiegen, von 11,61 Milliarden Naira im Jahr 2020 auf 52,26 Milliarden Naira im Jahr 2024.
Diese Daten haben einige dazu gebracht, sich die Frage zu stellen, ob ähnliche Risiken auch bei der elektronischen Übertragung von Wahlresultaten auftreten könnten. Im Gegensatz zu Banken, die solche Risiken durch Versicherung abfedern können, hat INEC keine solchen Schutzmaßnahmen gegen potenzielle Cyberangriffe oder Systemausfälle, die den Ergebnisübertragungsprozess stören könnten.
INEC und das Vertrauen der Öffentlichkeit
Die Integrität der Wahlen in Nigeria hängt auch von der Glaubwürdigkeit der INEC ab. Kritiker argumentieren, dass die Kommission eine Geschichte von Einflussnahme auf Wahlen hat, und ohne ein robustes System der Verantwortungsbewusstsein könnte die Öffentlichkeit die Ergebnisse nicht vertrauen, auch wenn sie elektronisch übertragen werden.
Laut Igini hat das geänderte Electoral Act 2026 nicht ausreichend auf die Notwendigkeit von Transparenz und Verantwortung im Wahlprozess reagiert. Er argumentiert, dass das Land stattdessen breitere Lösungen suchen sollte, die die systemischen Probleme angehen, die die Wahlenintegrität untergraben.
Trotz dieser Bedenken bleiben Befürworter der elektronischen Übertragung standhaft und glauben, dass Formular EC8A bei den Wahlen 2023 von korrupten Akteuren manipuliert wurde. Sie argumentieren, dass die Eliminierung der menschlichen Interaktion im Ergebniszusammenstellungsprozess solchen Betrug verhindern könnte.
Jedoch warnen einige Analysten, dass dieser Ansatz nicht vollständig sicher sein könnte, da politische Akteure wahrscheinlich neue Wege finden werden, um Schwächen im System auszunutzen. Der Druck auf die elektronische Übertragung, obwohl gut gemeint, könnte unabsichtlich neue Risiken schaffen, die sorgfältig verwaltet werden müssen.
Da Nigeria sich den Wahlen 2027 nähert, wird der Streit um die elektronische Übertragung der Ergebnisse voraussichtlich weitergehen. Mit dem neuen Gesetz jetzt in Kraft, wird der Fokus darauf liegen, wie INEC und andere Stakeholder die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Systems gewährleisten, während sie auch die tiefgreifenden strukturellen Probleme angehen, die die Wahlenintegrität beeinträchtigen.
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