Der christliche Metal-Band Demon Hunter hat Klage gegen Netflix eingereicht, nachdem der Streaming-Dienst 2025 den Film und die globale Konzerttour KPop Demon Hunters gestartet hat; Der Band zufolge hat die ähnliche Namensgebung zu erheblicher Verwechslung unter Fans geführt und die Marke des Bands bedroht. Die Klage wurde von Hyde Lane, dem Unternehmen, das den Band vertritt, angestrengt. Ziel ist es, Netflix daran zu hindern, den Namen für Musik, Live-Shows und Merchandise zu verwenden. Zudem werden Schadensersatzansprüche geltend gemacht, deren Höhe nicht genannt wird.

Markenrechtsverletzung und Verwechslungen

Laut der Klageschrift hat Netflix die Bezeichnung KPop Demon Hunters so verwendet, dass es zu einer „fast vollständigen Überschneidung“ mit den Produkten und Dienstleistungen von Demon Hunter kam. Der aus Seattle stammende Metal-Band besteht seit 25 Jahren und hat 12 Alben veröffentlicht, darunter das letzte Album im September 2025. Auf Spotify zählt der Band 350.000 monatliche Hörer.

Die Klage nennt konkrete Beispiele für Verwechslungen. Ein Fan berichtete, dass er 500 Dollar für Karten zu einem Demon Hunter-Konzert in New York ausgegeben habe, weil er dachte, es handele sich um ein kinderfreundliches Konzert der KPop Demon Hunters. Ein Fernsehproduzent kontaktierte die Band unter der Annahme, dass sie mit dem Netflix-Film verbunden sei. Zudem wurden Demon Hunter fälschlicherweise in sozialen Medien genannt, wenn es um den Film ging.

Berechtigte Sorge um Markenverdünnung

Die Klage betont, dass die Marke KPop Demon Hunters zu stark mit der Markenidentität von Demon Hunter übereinstimmt. Dadurch könnten Fans den Film fälschlicherweise mit dem Band verknüpfen oder umgekehrt. Netflix’ deutlich größere Marktposition könnte Fans veranlassen, Demon Hunter als Teil oder Ableger des Films wahrzunehmen.

Netflix hat zahlreiche Markenanmeldungen für Merchandise im Zusammenhang mit der globalen Konzerttour angemeldet, die in Zusammenarbeit mit AEG Presents stattfindet. Laut der Klage wurde Hyde Lane, obwohl Senior-User mit langjährigem Markenwert, von einem Unternehmen mit tieferem Budget und größerem Einfluss beiseitegedrängt.

Rechtliche Forderungen und Brancheneinfluss

Demon Hunter fordert vom Gericht, dass Netflix die Bezeichnung KPop Demon Hunters nicht länger für Musik, Live-Shows und Merchandise verwenden darf. Zudem werden Schadensersatzansprüche geltend gemacht. Die Klageschrift betont, dass die von Hyde Lane in den vergangenen 25 Jahren aufgebaute Marke nun eine „existenzielle Krise“ durchmacht und rechtliche Abhilfe erforderlich sei.

Die KPop Demon Hunters haben 27 Millionen monatliche Hörer auf Spotify – das ist deutlich mehr als die 350.000 von Demon Hunter. Diese Diskrepanz in Reichweite und Einfluss hat die Sorgen des Bands um Markenverdünnung und Wettbewerb weiter verschärft.