Das neue Gesetz markiert einen bedeutenden Wechsel im japanischen Familienrecht, das eine lange bestehende Praxis beendet, bei der nach einer Scheidung eine Elternteil, meist die Mutter, alleinige Elternschaft erhielt. Diese Änderung erfolgte. Nachdem der Gesetzentwurf 2024 vom Parlament verabschiedet wurde, wodurch Japan zum letzten G7-Land wurde, das die rechtliche Anerkennung von gemeinsamer Elternschaft einführt. Nach dem früheren System. Wenn sich geschiedene Paare vor Gericht über Elternschaft verhandelten, wurde diese in der Regel einer Elternteil zugesprochen, wodurch der andere nur begrenzten oder keinen Zugang zu den Kindern hatte.

Hintergrund und rechtliche Änderungen

Die früheren Elternschaftsgesetze in Japan wurden sowohl national als auch international kritisiert, da sie Situationen schufen, in denen eine Elternteil, meist die Mutter, ohne rechtliche Mittel blieb, wenn der andere Elternteil den Kontakt abbrach. Das neue Gesetz ermöglicht es Familiengerichten, zu entscheiden, ob geschiedenen Paaren alleinige oder gemeinsame Elternschaft zugesprochen wird, mit dem Ziel, sicherzustellen, dass Kinder weiterhin Beziehungen zu beiden Elternteilen aufrechterhalten können. Zudem verpflichtet die Änderung des Zivilgesetzes zur Zahlung von Kindergeld nach der Scheidung, wodurch das Elternteil, das mit dem Kind lebt, monatlich 20.000 Yen (£95; $125) von seinem ehemaligen Partner beanspruchen kann.

Auch Eltern. Die unter dem alten System geschieden wurden, können nun ihre Elternschaftsvereinbarung vom Familiengericht überprüfen lassen — Diese Änderung soll helfen, Fälle von Elternentführung zu verhindern, die in den letzten Jahren sichtbarer geworden sind, insbesondere bei ausländischen Bürgern mit japanischen ehemaligen Ehepartnern. Im Jahr 2023 wurde die japanische Tischtennisspielerin Ai Fukuhara von ihrem taiwanischen Exmann beschuldigt, ihr Sohn entführt zu haben – er behauptete, sie habe den Kontakt zu ihm abgebrochen und sich geweigert, ihren Sohn nach Taiwan zurückzubringen. Das Paar erreichte später eine Einigung.

Auswirkungen auf Familien und das Rechtssystem

Der Wechsel zur gemeinsamen Elternschaft wird von einigen als Mittel zur Verhinderung solcher Kontroversen gesehen, doch nicht alle unterstützen die Änderung — Einige sagten der BBC bereits zuvor, sie fürchteten, dass gemeinsame Elternschaft Frauen zwingen könnte, sich auch in Fällen häuslicher Gewalt mit ihren Ehemännern zu verbinden. Unter dem neuen Gesetz wird der Gerichtshof alleinige Elternschaft geschiedenen Paaren zugesprechen, wenn er Fälle von häuslicher Gewalt oder Misshandlung feststellt.

Während der Tokyo Olympics 2021 veranstaltete ein französischer Vater, der in Japan lebte, eine Hungerstreik, um Aufmerksamkeit für das, was er als Entführung seiner Kinder durch seine Exfrau bezeichnete. Diese Vorfälle haben internationale Kritik an den früheren Elternschaftsgesetzen Japans ausgelöst, die Kritiker sagen, dazu führten, dass viele geschiedene Paare nach dem Verlust der Elternschaft von ihren Kindern getrennt wurden.

In der Vergangenheit durften sich in Japan geschiedene Paare frei über Elternschaft und Besuchsrecht entscheiden; jedoch, wenn sie vor Gericht gingen, wurde die Elternschaft in der Regel einer Elternteil zugesprochen. Das neue Gesetz zielt darauf ab. Einen ausgewogeneren Ansatz zu bieten. Indem Gerichte die besten Interessen des Kindes berücksichtigen und gleichzeitig verletzliche Eltern vor Misshandlung oder Erpressung schützen.

Einige Anwälte argumentieren, dass die Änderung ein Schritt in die richtige Richtung ist, da sie es Kindern ermöglicht, Beziehungen zu beiden Elternteilen aufrechtzuerhalten und die emotionale und psychologische Auswirkung einer Scheidung zu verringern. Allerdings bleiben Bedenken bestehen, insbesondere bei Frauen in gewalttätigen Beziehungen, die gezwungen sein könnten, Kontakt zu ihren ehemaligen Partnern aufrechtzuerhalten.

Was als nächstes und welche Auswirkungen

Das Gesetz wird voraussichtlich Zeit benötigen, um vollständig umgesetzt zu werden, da Gerichte und Rechtsanwälte sich an das neue Rahmenwerk anpassen müssen; Rechtsanwälte sagen, dass die Änderung zu einem Anstieg von Elternschaftsstreitigkeiten führen könnte, da mehr Paare gemeinsame Elternschaftsvereinbarungen anstreben. Es wirft auch die Frage auf, wie Gerichte komplexe Fälle behandeln werden, insbesondere solche, die häusliche Gewalt, internationale Elternschaftsstreitigkeiten und kulturelle Unterschiede in Familienstrukturen betreffen.

Es besteht auch Unsicherheit darüber, wie das Gesetz die breitere soziale Landschaft Japans beeinflussen wird, in der traditionelle Familienstrukturen lange die Norm waren. Einige Analysten vermuten, dass die Änderung zu offeneren Diskussionen über Familienbeziehungen und die Rolle beider Elternteile bei der Erziehung von Kindern führen könnte.

Als das neue Gesetz in Kraft tritt, bleibt abzuwarten, wie es das Leben geschiedener Paare in Japan beeinflussen wird. Für den Moment liegt der Fokus darauf, sicherzustellen, dass das Rechtssystem den gestiegenen Bedarf an Elternschaftsüberprüfungen bewältigen kann und die Rechte beider Elternteile und der Kinder unter dem neuen Rahmen geschützt sind.

Eltern, die sich eine Scheidung annehmen, haben nun mehr Optionen denn je, doch der Prozess bleibt komplex und emotional herausfordernd. Das Gesetz ist ein bedeutender Schritt nach vorn, doch es ist nur ein Teil eines umfassenderen Gesprächs über Familienrecht und die Rechte von Kindern in Japan.