Der nigerianische Nationalversammlung hat die Pflicht zur Echtzeit-Übertragung von Wahlresultaten abgelehnt, aufgrund schwacher Infrastruktur und mangelnder institutioneller Unabhängigkeit, as Der Senat verabschiedete den Electoral Act (Amendment) Bill 2026, der eine manuelle Übertragung als Backup ermöglicht, und lehnte die Pflicht zur Echtzeit-Übertragung ab.

Das Gesetz. Das mit 55 zu 15 Stimmen verabschiedet wurde, wurde später vom Präsidenten Bola Tinubu unterzeichnet, was darauf hindeutet, dass die regierende APC-Partei die Echtzeit-Übertragung von Ergebnissen ablehnte. Obwohl der Electoral Act 2022 eine elektronische Übertragung vorsah, erlaubt die neue Änderung manuelle Prozesse und wirft Bedenken hinsichtlich der Glaubwürdigkeit zukünftiger Wahlen auf.

Der Senatsführer Opeyemi Bamidele verwies auf Daten der Nigerian Communications Commission, die zeigten, dass die Breitbandabdeckung 2025 bei 70 Prozent lag und die Internetnutzung bei 44,53 Prozent der Bevölkerung. Laut dem Speedtest Global Index rangierte Nigeria 2025 auf Platz 85 in der Mobilnetzwerkzuverlässigkeit und auf Platz 129 in der Festnetzbreitbandzuverlässigkeit, weit unter dem globalen Durchschnitt.

Bamidele argumentierte, dass die technischen und Stromversorgungsinfrastrukturen Nigerias die Echtzeit-Übertragung elektronisch unmöglich machen. Kritiker weisen jedoch darauf hin. Dass Nigeria in der Vergangenheit nicht in der Lage war, glaubwürdige Wahlen zu organisieren, mit häufigen Verzögerungen aufgrund sogenannter ‘technischer Fehler’. 2011 wurden die Nationalversammlungswahlen aufgrund der ‘späten Ankunft der Ergebnislisten’ verschoben, während 2019 logistische Herausforderungen zu Verzögerungen bei den Präsidentschaftswahlen führten.

Die Präsidentschaftswahl 2023. Bei der ein berüchtigter ‘technischer Fehler’ auftrat, unterstrich das Problem zusätzlich — Der Electoral Act 2022 führte das Bimodal Voter Accreditation System (BVAS) und das INEC Result Viewing (IReV)-Portal zur Echtzeit-Übertragung der Ergebnisse ein. Allerdings nutzte INEC diese Technologien nicht effektiv, was zu weit verbreiteter Kritik von internationalen Beobachtern und ehemaligen Führern führte.

Das Oberste Gericht entschied später, dass INEC nicht gezwungen sei, die BVAS- und IReV-Systeme zu nutzen, da der Electoral Act keine elektronische Übertragung vorschrieb. Diese Entscheidung wurde kritisiert, da sie die Integrität des Wahlverfahrens untergräbt und INEC ermöglicht, mit minimaler Aufsicht zu arbeiten.

Experten warnen, dass ohne institutionelle Unabhängigkeit und stärkere staatliche Kapazitäten die Präsidentschaftswahl Nigerias 2027 ähnliche Herausforderungen erfahren könnte. Das neue Electoral Act legitimiert laut Experten das Verhalten von INEC und verringert die Verantwortung, was zu einem weiteren Verlust des Vertrauens der Öffentlichkeit in das Wahlverfahren führen könnte.