Der libanesische Gesundheitsminister hat bestätigt, dass israelische Angriffe in den letzten sieben Tagen 39 Menschen getötet haben. Insgesamt seien seit März 2025 über 120 Todesopfer registriert worden, darunter Frauen und Kinder. Im Bericht des Ministers wird nicht unterschieden zwischen Kombattanten und Zivilisten.

Israelische Militärpräsenz und Gefechte mit Hisbollah

Die israelische Armee hat ein Streifenland entlang der Grenze besetzt, wobei die Regierung angibt, das Ziel sei ein hisbollahfreier Sicherheitsbereich für die nördlichen israelischen Gemeinschaften zu schaffen. In diesen Gebieten wurden ganze Dörfer zerstört. Die eingesetzten Taktiken entsprechen denen in Gaza. Menschenrechtsgruppen warnen, dass einige dieser Handlungen Kriegsverbrechen sein könnten.

Hisbollah hat ihrerseits Raketen und Drohnen gegen israelische Truppen in Libanon und Nordisrael eingesetzt. Die Gruppe übernahm die Verantwortung für einen Drohnenangriff in Nordisrael am Samstag als Reaktion auf die andauernden israelischen Angriffe. Die israelische Armee bestätigte, dass sie eine explosive Drohne von der hisbollah-terroristischen Organisation identifiziert hatte. Drei Soldaten seien verletzt worden, einer davon schwer.

Escalation nach Angriff auf Iran

Der aktuelle Konflikt verschärfte sich nach einem Angriff der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar, bei dem der iranische Oberste Führer getötet wurde. Als Reaktion darauf feuerte Hisbollah am 2. März Raketen und Drohnen in Richtung Israel ab. Israel reagierte mit Luftangriffen auf Libanon und betrat Anfang März erneut das südliche Libanon. Die israelische Armee hat 10 Kilometer (6,2 Meilen) libanesischen Territoriums besetzt und ganze Dörfer zerstört.

Totenbilanz und anhaltender Konflikt

Der libanesische Gesundheitsminister teilte mit, dass insgesamt 2.795 Menschen in Libanon seit dem 3. März 2025 getötet wurden. Dies beinhaltet sowohl Kombattanten als auch Zivilisten. Die israelische Armee führt fast tägliche Angriffe auf Ziele, die sie mit Hisbollah in Verbindung bringt, obwohl im November 2024 ein Waffenstillstandsabkommen zur Beendigung eines früheren Konflikts erreicht wurde. Die anhaltende Gewalt hat internationale Sorge um mögliche Kriegsverbrechen und zivile Opfer ausgelöst.