Eine zweite Zwillinge-Geburt von Berggorillas ist im Virunga-Nationalpark im Demokratischen Volkrepublik Kongo (DRC) erfolgt, berichtet die Guardian; Nur zwei Monate nachdem Ranger im Virunga-Massiv im östlichen DRC kleine Zwillinge entdeckt hatten, fand ein weiterer seltener Zwillinge-Gebrüll statt, diesmal von Parkwärtern entdeckt. Diesmal wurden ein männliches und ein weibliches Jungtier in der Baraka-Familie beobachtet, einer Gruppe von 19 Berggorillas, die die Hochlandregenwälder der Region durchstreifen.

Die Bedeutung der Zwillinge-Geburten

Berggorillas sind bereits eine der am stärksten bedrohten Tierarten der Erde, und die Geburt von Zwillingen ist eine äußerst seltene Erscheinung — Laut Experten machen Zwillinge weniger als 1 % der Geburten unter Berggorillas aus, was dieses Ereignis noch bemerkenswerter macht. Die neuen Jungtiere. Ein männliches und ein weibliches. Werden jetzt zusätzlich von Parkrängern überwacht, um ihnen bei den kritischen ersten Lebensmonaten zu helfen. Dieser Zeitraum ist entscheidend. Da die Jungtiere erhebliche Herausforderungen haben, um vollwertige Erwachsene zu werden – die Mutter muss zusätzliche Pflege leisten, und das Rudel insgesamt könnte helfen, die Überlebenschancen der Zwillinge zu sichern.

Die Parkbehörden glauben, dass Zwillinge-Geburten wahrscheinlicher sind, wenn Weibchen in besonders guter körperlicher Verfassung sind. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Schutzmaßnahmen in der Region funktionieren, da die Gorillas jetzt in besserer Gesundheit sind und in der Lage sind, komplexe Familienstrukturen zu bewältigen. Jacques Katutu, Leiter der Gorilla-Überwachung bei Virunga, sagte: „Zwei Zwillinge-Geburten innerhalb von drei Monaten sind ein außergewöhnliches Ereignis und geben einen weiteren entscheidenden Hinweis darauf, dass die engagierten Schutzmaßnahmen, die auch trotz der aktuellen Instabilität im östlichen Kongo fortgesetzt werden, die Entwicklung der bedrohten Berggorilla-Population im Virunga-Nationalpark unterstützen.“

Schutzmaßnahmen und medizinische Unterstützung

Spezialisierte tierärztliche Betreuung hat eine führende Rolle bei der Erholung der Berggorilla-Unterart gespielt. In Ruanda, Uganda und dem DRC haben Organisationen wie die Gorilla Doctors Dutzende Tode verhindert, indem sie Tieren halfen, die durch menschliches Verhalten betroffen waren, wie beispielsweise das Freisetzen von Gorillas, die versehentlich in Fallen von Wilderern geraten waren. Eine Studie weist die Hälfte des Bevölkerungsanstiegs der Berggorillas auf die Ärzte zurück.

Berggorillas haben in den letzten Jahren erhebliche Bedrohungen zu ertragen, von Wilderei bis hin zur Zerstörung ihres Lebensraums. Nur noch etwa 250 Berggorillas waren in den 1970er Jahren übrig, und viele dachten, die Tiere seien ausgestorben. Jahrzehnte intensiver Schutzarbeit haben die Bevölkerungszahlen bis 2018 auf über 1000 erhöht, und Schutzbehörden haben seitdem den Status der Unterart von „stark bedroht“ auf „bedroht“ herabgestuft. Die neuesten Zwillinge-Geburten sind ein Zeichen dafür, dass diese Bemühungen Früchte tragen, selbst in Anwesenheit weiterer Herausforderungen.

Dieses Jahr gab der Virunga-Nationalpark bekannt, dass eine weibliche Berggorilla namens Mafuko Zwillinge geboren hat. Die männlichen Jungtiere sind jetzt elf Wochen alt und sollen gut gedeihen, wobei andere Gorillas im Rudel zusätzliche Pflege für die Mutter übernehmen, berichteten Ranger. Diese Art sozialer Unterstützung ist zentral für das Überleben der Mutter und der Jungtiere, insbesondere in den ersten Lebensmonaten.

Herausforderungen im DRC

Trotz der jüngsten positiven Entwicklungen bleibt der Teil des Virunga-Gebirges im DRC einer der gefährlichsten Orte der Welt für Wildtierwächter. In den letzten 20 Jahren wurden in dem Park mehr als 220 Ranger getötet, wo Gruppen wie M23 und andere Milizen sowie Banditen mit Impunität operieren. Diese Bedrohungen machen die Arbeit der Schutzorganisationen und Parkwächter noch schwieriger, da sie sowohl die Gorillas als auch sich selbst in einer instabilen Umgebung schützen müssen.

Die jüngsten Zwillinge-Geburten betonen die Bedeutung der laufenden Schutzmaßnahmen, aber sie erinnern auch daran, dass viele Herausforderungen bestehen. Obwohl die Bevölkerung der Berggorillas in den letzten Jahrzehnten erheblich gewachsen ist, bleibt die Bedrohung durch Gewalt und Instabilität in der Region eine Gefahr für die Tiere und die Menschen, die sie schützen. Jacques Katutu stellte fest, dass die Zwillinge-Geburten ein Zeichen für Fortschritt sind, aber die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen.

Schutzorganisationen hoffen, dass die Zwillinge-Geburten ein Symbol für Resilienz und Fortschritt sein werden, selbst inmitten von Schwierigkeiten. Die Gorilla Doctors und andere Organisationen arbeiten weiterhin unermüdlich, um die Berggorillas und ihren Lebensraum zu schützen, trotz der anhaltenden Bedrohungen durch menschliche Aktivitäten und Konflikte. Da die Bevölkerung dieser bedrohten Primaten weiter wächst, bleibt der Bedarf an nachhaltigen Schutzmaßnahmen so dringend wie eh und je.

Die jüngsten Geburten betonen auch die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit und Unterstützung für Schutzmaßnahmen in der Region. Der Erfolg der Berggorilla-Bevölkerung in den letzten Jahren wird teilweise auf die Bemühungen lokaler und internationaler Organisationen sowie die Einsatzbereitschaft der Ranger und Wächter zurückgeführt, die ihr Leben riskieren, um diese Tiere zu schützen. Die Zukunft der Berggorillas hängt von der fortlaufenden Unterstützung dieser Bemühungen ab, selbst in Anwesenheit weiterer Herausforderungen.