Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) wird laut Reuters voraussichtlich im Mai um 4,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat steigen, though Das wäre der höchste Wert seit Anfang 2021, while Dieser Anstieg folgt auf die Inflationsrate von 3,8 % im April und würde die Inflation deutlich über das 2 % Ziel der Federal Reserve heben. Sollten sich die Erwartungen bestätigen, könnte dies Spekulationen über weitere Zinserhöhungen befeuern, was sich negativ auf den Bitcoin-Preis und andere Kryptowährungen auswirken könnte.
Kriegsbedingte Energiepreise und Inflationsdruck
CNN berichtet, dass der aktuelle Inflationsanstieg auch auf den anhaltenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen ist, der die Energiepreise in die Höhe getrieben hat. Obwohl der Krieg nicht so lang andauert wie befürchtet, haben sich bereits Auswirkungen wie höhere Flugpreise, Transportkosten und Lebensmittelpreise gezeigt. Allein im April stiegen die Preise für Obst und Gemüse um 2,3 %, der höchste monatliche Anstieg seit 2010. Tomatenpreise erhöhten sich für zwei Monate in Folge um mehr als 15 %.
Trotz der kriegsbedingten Schocks haben sich die Energiepreise etwas abgekühlt. Der CBOE Oil Volatility Index (OVX) ist auf Vorkriegsniveau zurückgekehrt, und der Rohölpreis (WTI) ist seit seinem April-Hoch um 16 % gefallen und notiert aktuell bei etwa 87 US-Dollar pro Barrel. Dennoch bleibt die allgemeine Preisdrucklage bestehen. Laut FactSet sind reale Löhne, korrigiert um Inflation, bei einem CPI-Anstieg von 4,2 % um 0,8 % pro Jahr zu erwarten.
Zentralbanken in Europa bereiten Zinserhöhungen vor
Über den Atlantik hinweg bereitet sich auch die Europäische Zentralbank (EZB) auf eine Zinserhöhung vor. Laut FAZ wird die EZB im Juni den Leitzins von 2,0 % auf 2,25 % erhöhen. Karsten Junius, Chefökonom bei Bank J. Safra Sarasin, betonte, dass die EZB ihre Entschlossenheit zeigen wird, steigende Inflationsvorstellungen zu verhindern. Marco Wagner von der Commerzbank wies darauf hin, dass der Markt derzeit drei Zinserhöhungen für die Eurozone im Jahr 2024 einkalkuliert, obwohl einige Ökonomen, darunter auch von der Deutschen Bank, diese Erwartung für übertrieben halten.
Ulrich Kater, Chefökonom bei der DekaBank, hob hervor, dass die EZB bei der Kommunikation darauf achten müsse, ob sich die Preisdynamik in Energiebereichen in die allgemeine Inflationsentwicklung fortsetzt. Dies könnte auf eine engere Geldpolitik hindeuten. Besonders im Fokus steht die Pressekonferenz nach der Juni-Zinsentscheidung.
Bitcoin besonders anfällig für Inflationsentwicklungen
Bitcoin, die größte Kryptowährung, wird sich besonders empfindlich auf die Mai-CPI-Daten reagieren. Laut CoinDesk ist der Bitcoin-Preis bereits durch die Sorge vor Zinserhöhungen unter Druck. Ein stärker als erwarteter Inflationsanstieg, insbesondere einer, der über den Energiebereich hinausgeht, könnte den Kurs von BTC unter 60.000 US-Dollar drücken. Der Markt beobachtet nicht nur die Gesamtzahl, sondern auch die zugrunde liegenden Entwicklungen, insbesondere, ob die Inflation auf mehrere Sektoren ausgreift oder sich auf Energie beschränkt.
Laut MUFG Research könnte die Auswirkung auf Finanzmärkte begrenzt bleiben, wenn die Kerninflation innerhalb der Erwartungen bleibt – 0,3 % im Monat und 2,9 % jährlich. Sollte die Inflation jedoch weiter die Prognosen übertreffen, könnte dies zu weiteren Verkäufen an Aktien- und Kryptomärkten führen. Entscheidend sei, wie lange die Inflationsdrucke andauern und ob sie vorübergehend sind oder sich in die Wirtschaft verankern, so mehrere Analysten.
Manager Magazin weist zudem darauf hin, dass selbst ein Kriegsende zwischen den USA und dem Iran, das zu sinkenden Ölpreisen führt, nicht unbedingt die allgemeine Inflationslast verringern wird. Infrastruktur-Schäden, erhöhte Risikopremiums und der Wiederaufbau von Ölreserven werden die Energiepreise für eine gewisse Zeit hoch halten. Zudem haben Preisanstiege bei anderen Gütern wie Kerosin, Erdgas und Düngemitteln stärker zugenommen und normalisieren sich langsamer, was insbesondere in Europa zur Inflationsbelastung beiträgt.
Kommentare
Noch keine Kommentare
Be the first to share your thoughts