ABUJA — Der internationale gemeinnützige Verein MiracleFeet hat sich während eines wichtigen Trainingsworkshops in dieser Woche erneut verpflichtet, Kindern in Nigeria Zugang zu Behandlungen für Fersendreher zu gewährleisten. Das Unternehmen zielt auf die etwa 10.000 Babys ab, die jährlich mit der angeborenen Verformung, medizinisch als Talipes equinovarus bezeichnet, geboren werden, die bis zu einem von 800 Neugeborenen weltweit betrifft.
Fersendreher wird in Nigeria oft nicht behandelt. Weniger als 15 Prozent der Fälle erhalten medizinische Hilfe, sagten offizielle Stellen, wobei mangelnde Aufklärung, weit entfernte Gesundheitsstationen und finanzielle Hürden als Hauptbarrieren genannt wurden.
Interessierte Stakeholder aus verschiedenen Teilen des Landes trafen sich in Abuja für den African Clubfoot Training Train-the-Trainers-Workshop. MiracleFeet und lokale Partner organisierten das Event, um das nationale Know-how im Ponseti-Verfahren zu stärken, eine nicht-chirurgische Technik, die die Erkrankung in über 95 Prozent der Fälle korrigiert.
Dr. Ekene Isikaku, Senior Programme Field Officer für West- und Zentralafrika bei MiracleFeet, sprach zu den Teilnehmern. Sie sagte, die Organisation habe bereits mehr als 120.000 Kinder in 37 Ländern über 500 Kliniken behandelt. Tausende neue Patienten melden sich jährlich, wobei Gesundheitsdienstleister im Ponseti-Verfahren geschult werden.
„Wir arbeiten mit lokalen Gesundheitsdienstleistern, Regierungen, NGOs und Gemeinschaftsleitern zusammen“, sagte Isikaku. Der Ansatz bietet kostengünstige, nicht-chirurgische Versorgung, um lebenslange Behinderungen zu verhindern.
MiracleFeet verfolgt eine umfassende Strategie. Sie stärkt lokale Systeme durch kontinuierliche Schulung und Mentoring. Die Organisation arbeitet mit Ministerien für Gesundheit zusammen, um Behandlungen für Fersendreher in Programme für Mütter und Kinder zu integrieren.
Die Aktivitäten in Nigeria begannen 2018. Initiale Partnerschaften umfassten die Straight Child Foundation und das Bundesministerium für Gesundheit. Das Netzwerk wuchs später auf Organisationen wie HANDS, PCDF, Women and Children Health Empowerment Foundation, PLAN Foundation und andere aus.
Heute unterstützt MiracleFeet über 80 Kliniken in verschiedenen Bundesstaaten. Tausende Kinder erhalten dort Behandlungen. Gesundheitsdienstleister lernen Ponseti-Techniken sowie Datenüberwachungssysteme.
Digitale Tools wie CAST bilden den Kern. Kliniken nutzen sie zur Echtzeit-Überwachung der Behandlungsqualität, Ergebnisse und Trends, erklärte Isikaku. Solche Daten verfeinern Strategien, stärken die Lobbyarbeit und ziehen eine stärkere staatliche Unterstützung für nachhaltige Versorgung heran.
Nigeria hat das Ponseti-Verfahren 2017 als nationalen Standard festgelegt. Der Nationale Gesundheitsrat genehmigte es. Jetzt bieten über 80 öffentliche Krankenhäuser in ganz Nigeria diese Behandlung an.
Der Workshop in Abuja folgte einem dreistufigen Modell. Erfahrene Ponseti-Trainer aus Nigeria, Zimbabwe, Kamerun und Uganda leiteten die Sessions. Vierzehn Nigerianer nahmen teil, darunter Orthopäden, Assistenzärzte und Physiotherapeuten. Fünfzehn neue Anwärter aus Abuja und Umgebung schlossen sich an.
Master-Trainer vermittelten Fähigkeiten im Facilitieren, Mentoring und Technik. Die Teilnehmer sind jetzt bereit, weitere Gesundheitsdienstleister zu instruieren und den Zugang zu qualitativ hochwertiger Behandlung für Fersendreher zu erweitern.
Das Team endete mit einem festen Versprechen. Jedes Kind mit Fersendreher in Nigeria wird eine zeitnahe, qualitativ hochwertige und erschwingliche Behandlung erhalten – unabhängig vom Wohnort oder finanziellen Umständen.
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