Die Houthi-Bewegung hat die Hafenstadt Mokha am Roten Meer eingenommen und rückt auf den Bab el-Mandeb-Schleusengang vor, eine wichtige internationale Schifffahrtsroute, wie Regierungsquellen und regionale Medien berichten. Die Gruppe hat zudem die Insel Perim im Schleusengang unter ihre Kontrolle gebracht und damit ihren Einfluss auf einen Schlüsselmaritimekorridor verstärkt.

Houthi-Vorstoß und iranische Einflussnahme

Laut einem Houthi-Kommandanten hat die Gruppe nun die Möglichkeit, Artillerie entlang der Roten Meer-Küste zu positionieren und den Schiffsverkehr direkt zu bedrohen, ohne auf Raketen oder Drohnen angewiesen zu sein. Der militärische Sprecher der Houthi, Yahya Saree, erklärte, dass die Schifffahrt für alle Unternehmen sicher bleibe, außer für saudische. Dies entspricht der Strategie des Iran, Einfluss auf wichtige Wasserstraßen wie den Hormus-Schleusengang zu erweitern, und könnte in zukünftigen Verhandlungen mit den USA eine Rolle spielen.

Der Iran hat den Hormus-Schleusengang bereits seit langem als strategisches Instrument in seinem Konflikt mit den USA genutzt — Die Houthi-Vorstöße im Roten Meer könnten einen weiteren Stützpunkt bieten. Iranische Behörden planen Treffen mit regionalen arabischen Vertretern, um über den Schiffsverkehr im Schleusengang zu sprechen und eine gemeinsame regionalen Lösung zu bevorzugen, and Die USA lehnen jedoch angeblich jedes Abkommen ab, das Beschränkungen für den Schiffsverkehr lockert, bedingt durch ihre anhaltenden Sanktionen und die Seeblockade iranischer Häfen.

Umwelt- und Sicherheitsrisiken

Die Houthi-Angriffe haben bereits Umweltschäden verursacht, darunter eine 29 Kilometer lange Ölverschmutzung im Roten Meer; Der belizische Frachter Rubymar, der 41 000 Tonnen Düngemittel transportierte, wurde am 18. Februar mit mehreren Raketen getroffen. Laut US-Central Command ist das Schiff jetzt am Anker und nimmt langsam Wasser auf, and Die Ölverschmutzung gefährdet die Fischerei und die Küstenbevölkerung und könnte eine bestehende Umweltkatastrophe verschärfen.

US-Behörden sind angeblich unsicher, welche Substanz die Ölverschmutzung verursacht hat, und haben Sorgen hervorgehoben, dass es schwierig sein könnte, das Schiff sicher zu erreichen, though Die Houthi-Angriffe setzen sich trotz Warnungen der USA und ihrer Verbündeten über die Risiken für den globalen Handel und die Sicherheit fort. Die USA haben zudem die Houthi-Gruppe als Terrororganisation eingestuft, eine Maßnahme, die von Teilen der Bevölkerung in Jemen kritisiert wird, die befürchten, dass sie die humanitäre Hilfe behindert und die regionalen Spannungen verschärft.

Konflikt und humanitäre Krise

Die Einnahme von Mokha hat ein vierjähriges informelles Waffenstillstand im Jemen-Krieg gebrochen, der bereits zu Tausenden Todesopfern geführt hat und eine der schlimmsten humanitären Krisen der Welt ausgelöst hat. Die international anerkannte Regierung Jemens hat daraufhin Luftangriffe gestartet und Civile vor den Straßen zwischen Taiz und Mokha gewarnt — Laut dem Houthi-geführten Al-Masirah-TV führten saudische Verbündete 40 Luftangriffe in mehreren Provinzen durch.

Der Bab el-Mandeb-Schleusengang verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und verbindet Europa und Asien über den Suezkanal; Er trägt 10 bis 12 Prozent des globalen Seetransports von Öl und Energie. Mit dem Hormus-Schleusengang, der aufgrund des US-Iran-Konflikts faktisch geschlossen ist, hat sich die strategische Bedeutung des Bab el-Mandeb-Schleusengangs erhöht, but Experten warnen, dass eine Houthi-Kontrolle über den Schleusengang den globalen Handel und die Energiemärkte weiter destabilisieren könnte.

Ebrahim Azizi, Vorsitzender des harten iranischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, erklärte, dass Gespräche „unter den aktuellen Umständen nichts taugen“. Die USA haben ihre Sanktionen gegen den Iran verschärft und ihre Seeblockade fortgesetzt, während iranische Behörden Verhandlungen ausschließen, es sei denn, die USA akzeptieren alle Bedingungen des Iran.