Hunderte Menschen in Griechenland flüchten vor den Flammen per Boot; Nach Berichten lokaler Medien wurden am Freitagmorgen in der Nähe von Agios Vasileios in Viotia Waldbrände ausgelöst, die sich rasch auf starken Winden ausbreiteten. Etwa 500 Menschen, vor allem Touristen, wurden in der Küstenstadt eingeschlossen.

Mehrere Brände in Griechenland und Nachbarländern

Weitere Brände brachen entlang der Küste aus, während die Feuerwehr weiterhin einen großen Waldbrand auf der griechischen Insel Kreta bekämpft, der diese Woche ausbrach, but Griechenland ist eines der europäischen Länder, die unter katastrophalen Waldbränden leiden, nachdem sich eine Reihe von Hitzewellen günstige Bedingungen dafür geschaffen hat.

In Portugal und Spanien kämpfen Feuerwehrleute weiterhin mit Bränden, die sich über Tausende Hektar erstrecken; Ein neuer Hitzeschub in dieser Woche erhöhte das Risiko, dass ein großer Brand in der Nähe von Madrid erneut aufflammt. Die Region im Zentrum Griechenlands, in der die beiden Brände am Morgen ausbrachen, galt aufgrund starker Winde als besonders gefährdet.

Evakuierungsversuche und anhaltende Herausforderungen

Mehr als 200 Menschen wurden bereits evakuiert, und weitere 100 sollen per Boot aus Agios Vasileios gebracht werden, teilte die griechische Nachrichtenagentur Amna mit, zitierend Feuerwehrbeamte. Die Einsatzkräfte versuchen, die Menschen, die noch in der Stadt sind, sicher zu evakuieren; Die Behörden hatten die Einwohner zuvor angewiesen, sich weiter ins Landesinnere zurückzuziehen, bevor das Feuer die Vororte der Stadt erreichte.

Ein weiteres Feuer entlang der Küste zerstörte zunächst Ackerflächen und breitete sich dann durch das ländliche Dorf Xironomi aus; Auf Kreta kämpfen die Feuerwehrleute weiterhin mit anhaltenden Glutstellen in einem Waldbrand, der Tausende Hektar Land verbrannte und die vorübergehende Evakuierung von 8.000 Menschen veranlasste.

Europaweiter Kontext und Klima-Einfluss

Brände brachen auch auf den Inseln Paros, Andros und Kalymnos aus. Die meisten Waldbrände werden durch Menschen verursacht, ob absichtlich oder fahrlässig, doch das Klima macht die Bedingungen dafür häufiger. Der letzte Winter war mild und feucht, was das Pflanzenwachstum förderte, das sich dann in den folgenden Hitzewellen austrocknete und Treibstoff für Brände lieferte.

In Spanien brennen bislang 2026 mehr als 200.000 Hektar Land – etwa fünfmal so viel wie im Durchschnitt bis zu diesem Zeitpunkt im Jahr. In Portugal liegt die Fläche der verbrannten Lande ebenfalls über dem Durchschnitt, wie EU-Daten zeigen. Hunderte Feuerwehrleute bekämpften einen Brand in Valpaços im nördlichen Portugal, der 15.000 Hektar, darunter Weinberge und Olivenhaine, zerstörte, berichtete die Nachrichtenagentur Lusa, zitierend Behörden. Fünf Menschen wurden von dem seit Dienstag tobenden Brand verletzt.

Ein Brand in der Region Ávila in Spanien, der mittlerweile stabilisiert wurde, gilt nun als der größte dokumentierte Waldbrand in der Geschichte des Landes. Brände, die westlich von Madrid 66.000 Hektar verbrannten, sind unter Kontrolle. Behörden warnen jedoch vor einem hohen Risiko, dass sich Brände in weiten Teilen des Landes bis mindestens Sonntag erneut entzünden oder wieder aufflammen.

Der Agrarministerium meldet derzeit vier aktive Brände entlang der Mittelmeerküste der Türkei, darunter in der beliebten Touristengegend Antalya. Insgesamt gab es seit Mittwoch 206 Waldbrände im ganzen Land.