Iran hinterließ nach dem Weltmeisterschaftsspiel gegen Belgien eine Botschaft mit den Worten: ‘Möge Frieden, Respekt und Freundschaft unter allen Völkern siegen.’ Die Handschriftliche Note lag nach dem 0:0 im zweiten Gruppenmatch in ihrem Umkleideraum.

Botschaft der Einheit und Würde

Iran spielt an der Weltmeisterschaft, während ihr Land und die USA, gemeinsame Gastgeber mit Kanada und Mexiko, Verhandlungen führen, um den Krieg zu beenden. ‘Von der antiken Persien vor Tausenden von Jahren bis zum zivilisierten Iran von heute bleibt der Geist Irans lebendig und standhaft’, hieß es in der Botschaft, die von der Iranischen Fußballföderation (FFIRI) veröffentlicht wurde.

‘Wir kamen mit Stolz nach Los Angeles, spielten mit Ehre und verlassen die Stadt mit Würde,’ fuhr die Note fort. ‘Danke Los Angeles für Ihre Gastfreundschaft – und danke jedem Iraner, der sein Herz, seine Stimme und seine Seele für Iran in diesen 180 Minuten einsetzte. Möge Frieden, Respekt und Freundschaft unter allen Völkern siegen.’

Erinnerung an Tragödie in Minab

Die Botschaft erwähnte auch einen Angriff auf eine Mädchen-Schule in Minab, bei dem mindestens 168 Menschen am ersten Tag des Krieges ums Leben kamen. Iran spielte ihr Auftaktspiel am selben Tag. Es endete mit einem 2:2 gegen Neuseeland in Los Angeles. Das dritte und letzte Gruppenspiel gegen Ägypten folgt am 27. Juni in Seattle (04:00 Uhr GMT).

Ihre Teilnahme an der Weltmeisterschaft war von Unsicherheit geprägt, bedingt durch den Krieg im Nahen Osten und Sicherheitsbedenken. Mehrere ‘wichtige’ Mitglieder ihres Trainerteams wurden von Einreisevisa für die USA abgelehnt. Die FFIRI forderte daraufhin Fifa auf, ‘die Prinzipien von Neutralität, Fairness und etablierten Regeln’ zu wahren, nachdem die Zuteilung von Tickets kurz vor dem Turnier widerrufen wurde.

Iran verlegte später ihre Basis für die Weltmeisterschaft von Arizona in den USA nach Tijuana in Mexiko und unterliegt strengen Reisebeschränkungen während ihres Aufenthalts. Sie dürfen nur einen Tag vor einem Spiel in die USA einreisen und müssen am Tag des Spiels wieder das Land verlassen, laut den Bedingungen ihrer Visa.

Visa-Beschränkungen und Kommentare des Trainers

Daraufhin sagte Irans Trainer Amir Ghalenoei nach dem Unentschieden gegen Neuseeland, sein Team sei das ‘am meisten unterdrückte’ im Turnier. Andrew Giuliani, Leiter des Weißen Hauses für die Weltmeisterschaft, sagte jedoch, es gäbe ‘Verhandlungen’ über die Reisezeiten Irans zu und von ihrem Spiel gegen Ägypten.