Der Krieg in Iran hat einen großen Teil der globalen Munitionsvorräte der US-Armee erheblich reduziert, wie ein Bericht der New York Times zeigt. Das Pentagon muss deshalb militärische Ausrüstung aus Asien und Europa in die Region verlegen. Obwohl Regierungsbeamte keine genauen Kosten angaben, schätzen zwei unabhängige Gruppen die Kosten auf 28 bis 35 Milliarden Dollar, was fast einer Milliarde Dollar pro Tag entspricht.

Munitionsvorräte erschöpft

Wichtige Waffen, die in großer Zahl verbraucht wurden, umfassen präzise Lenkgeschosse, ATACMS-Bodenraketen und Patriot-Abwehrraketen. Ein Bericht des Center for Strategic and International Studies (CSIS) ergab, dass US-Truppen während der 39-tägigen Luft- und Raketenoffensive einen erheblichen Teil mehrerer kritischer Munitionstypen einsetzten, darunter über 850 Tomahawk-Kreuzraketen und über 1000 Joint Air-to-Surface Standoff Missiles (JASSMs).

Der Verbrauch an Patriot-Interceptoren lag zwischen etwa 1060 und 1430 Raketen – mehr als die Hälfte der Vorräte vor dem Krieg. Die genauen Munitionsvorräte der USA sind vertraulich, und die Zahlen im Bericht basieren auf Schätzungen aus Pentagon-Budgetdokumenten, historischen Beschaffungsdaten und Berichten über den Einsatz im Feld.

Zukünftige Kriegsrisiken

Schon vor dem Krieg gegen Iran galten die Vorräte an präzisen Waffen der USA als unzureichend für einen Großkrieg gegen einen gleichwertigen Gegner wie China. Die neuesten Verbrauchszahlen haben diese Lücke noch verschärft. Ein zukünftiger Krieg im Westpazifik würde wahrscheinlich einen nachhaltigen Einsatz der gleichen Hochleistungsraketen erfordern, insbesondere für Langstreckenangriffe und Raketenabwehr gegen einen hochentwickelten Gegner.

Auch andere Hochleistungssysteme wurden stark verbraucht. Schätzungen zufolge setzte die USA zwischen 190 und 290 THAAD-Interceptoren ein, die jeweils etwa 15,5 Millionen Dollar kosten, sowie zwischen 130 und 250 SM-3-Interceptoren, die mit rund 28,7 Millionen Dollar pro Stück zu den teuersten Waffen im Arsenal zählen.

Wirtschaftliche Belastung in Iran

Während die USA militärisch an Vorräten verlieren, trifft die wirtschaftliche Belastung in Iran gleichermaßen. Junge Fachleute und Studenten verlassen das Land in großer Zahl, in der Hoffnung auf bessere Arbeitsplätze, mehr Geld und Perspektiven. Seit 1979 verließen 3,1 Millionen Iraner ihre Heimat, und der Trend nimmt zu. Niemand glaubt, dass sich die Lage unter Präsident Raisi bessern wird.

In Teheran schilderte die 38-jährige Haushaltsfrau Setoreh die Herausforderungen des Alltags in Iran. Früher konnte sie frische, gebündelte Kräuter von afghanischen Straßenhändlern kaufen. Heute kauft sie gemischte, minderwertige Kräuter zu einem Bruchteil des Preises und verbringt über eine Stunde damit, sie vorzubereiten, bevor sie sie zum Abendessen verwendet. Auch grundlegende Waren wie Milch sind nicht mehr bezahlbar, da die Preise von 3000 auf 20000 Tuman gestiegen sind.