Spirit Airlines, ein US-Billigflugunternehmen, hat nach gescheiterten Verhandlungen mit der Trump-Regierung zur 500-Millionen-Dollar-Rettungsschiene seine Flüge eingestellt. Experten sagen, dass der Krieg der USA und Israel gegen den Iran, der den Kerosinpreis stark ansteigen ließ, den letzten Schlag für das in Schwierigkeiten geratene Unternehmen ausbrachte. Das 34 Jahre bestehende Unternehmen hat etwa 17 000 Mitarbeiter arbeitslos gemacht und viele Passagiere in der Luft hängen gelassen. Zudem wirft der Vorfall Fragen über die Zukunft der Billigflugreisen auf.

Finanzkrise infolge kriegsbedingter Inflation

Am Samstag teilte Spirit Aviation Holdings, der Mutterkonzern, mit, dass das Unternehmen die Operationen ordnungsgemäß einstelle. „Spirit Aviation Holdings, Inc. … bedauert heute mitzuteilen, dass das Unternehmen mit sofortiger Wirkung die geordnete Einstellung der Geschäftstätigkeit beginnt. Alle Spirit-Flüge wurden abgesagt. Spirit-Gäste sollten nicht zum Flughafen gehen“, hieß es in einer Erklärung des Unternehmens am Samstag. Darin fügte man hinzu, dass trotz aller Bemühungen „die kürzlich eingetretene starke Preiserhöhung für Öl und andere Druckfaktoren das Finanzbild von Spirit erheblich beeinträchtigt haben.“

Spirit Airlines bot mit niedrigeren Preisen als andere US-Fluggesellschaften laut aktuellen Daten von Cirium, einem Fluganalyseunternehmen, zwischen dem 1. und 15. Mai 4119 nationale Flüge an, die insgesamt 809 638 Sitzplätze boten. Die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens verschärften sich durch steigende Treibstoffkosten, die mit dem Krieg der USA und Israel gegen den Iran zusammenhängen, was zu Volatilität auf den globalen Energiemärkten führte.

Militärische Eskalation und regionale Instabilität

Die US- und israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar folgten gescheiterten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran über das Atomprogramm des Iran. Damit geriet der Nahost-Konflikt in eine Eskalationsphase. US- und israelische Angriffe töteten mehr als 1300 Menschen im Iran, der daraufhin Gegenangriffe gegen Israel und Golfstaaten startete, die US-Truppen beherbergten, darunter Stützpunkte in Kuwait, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain. Der Konflikt führte zu regionaler Instabilität und zwang das Pentagon, eine Strategie für einen „letzten Schlag“ gegen den Iran in Betracht zu ziehen.

Laut T-Online hat das Pentagon angeblich vier Optionen für einen „letzten Schlag“ gegen den Iran vorbereitet. Eine davon sieht die Invasion der wichtigen iranischen Ölinsel Charg im Persischen Golf vor, durch die 90 Prozent der iranischen Rohöl-Exporte passieren. Eine weitere Option beinhaltet die Invasion der Insel Larak im Hormus-Streitschiff, einem Schlüsselengpass für globale Öltransporte. Diese Operationen bergen jedoch das Risiko erheblicher US-Militärverluste, da der Iran angeblich auf solche Szenarien vorbereitet ist.

Ausbildung zusätzlicher Streitkräfte

Unbestätigte Berichte deuten darauf hin, dass die US-Armee sich auf mögliche Landoperationen in der Region vorbereitet. Laut Le Grand Continent bereitet das Pentagon etwa 7000 zusätzliche Soldaten für die Operation Epic Fury. Dazu gehören 2300 Marines der 31. Expeditionseinheit, 2500 der 11. Expeditionseinheit und 2000 der 82. Luftlandedivision. Diese Kräfte werden in die Region verlegt, um sich auf mögliche Operationen im Hormus-Streitschiff oder im Iran vorzubereiten.

Gleichzeitig gab die FBI im Februar eine unbestätigte Warnung über mögliche iranische Drohnenangriffe vor der US-Küste heraus, insbesondere gegen Kalifornien. Die Warnung beschrieb die Informationen als ungeprüft und stellte fest, dass keine weiteren Details zu Zeitpunkt, Zielen oder Methoden vorlagen. Die kalifornischen Behörden reagierten auf die Warnung, kündigten aber keine unmittelbaren Sicherheitsmaßnahmen an.