Jake Pauls bevorstehende Schwergewichtskampf gegen Anthony Joshua zieht nicht nur wegen der Kämpfer, sondern auch wegen ungewöhnlicher Diskussionen um die Gewichtsgrenzen Aufmerksamkeit auf sich. Eddie Hearn, Joshuas Manager, erklärte, dass Paul ein Limit von 245 Pfund für die Wiege vorschlug, wie BBC 5 Live berichtete. Dies liegt unter Joshuas üblichem Gewicht von etwa 265 Pfund und deutlich unter den 290 Pfund, die Hearn in Verhandlungen angeblich als Ziel nannte. Trotzdem darf Joshua am Kampftag bis zu 290 Pfund wiegen.
Hinter dem Match: Geschäft und Promotion
Der am 19. Dezember in Miami geplante Kampf entstand schnell, nachdem Pauls ursprünglicher Kampf gegen Gervonta „Tank“ Davis abgesagt wurde. Hinter den Kulissen soll Netflix versucht haben, Paul für einen Kampf vor Ende 2025 zu sichern. Pauls Team kontaktierte unter anderem Ryan Garcia, Terence Crawford und Francis Ngannou, wie Ring Magazine in „Inside the Ring“ berichtete. Garcia lehnte das Angebot ab, da er Verträge mit DAZN und Golden Boy hat. Oscar De La Hoya, Garcias Manager, sagte: „Das ist Geschäft … Du hast einen Vertrag mit DAZN – Du hast einen Vertrag mit Golden Boy. So läuft das einfach nicht.“
Ryan Garcia, der gegenüber Ring Magazine sprach, bezeichnete das Match gegen Joshua als „vermutlich den schlechtesten Kampf, den Jake Paul sich hätte aussuchen können.“ Er wies auf den erheblichen Gewichtsanstieg von Pauls üblichem 135 Pfund bis zu den 225 Pfund für den Joshua-Kampf hin. Garcia betonte außerdem, dass Paul auf große Aufmerksamkeit fixiert sei: „Er ist einfach süchtig nach großen Kämpfen. Er sucht immer nach dem Mann, der die meisten Geräusche macht.“
Familienbedenken und Karriereveränderungen
Obwohl der Kampf Aufregung auslöst, hat er auch Bedenken in Pauls Familie ausgelöst. Seine Mutter, Pam Stepnick, äußerte Sorge um die Sicherheit ihres Sohnes nach seinem jüngsten Niederlage gegen Joshua. Sie erzählte Page Six, dass ihr Sohn nach dem Kampf ins Krankenhaus gebracht wurde, wo er sich zwei Kieferbrüche zugezogen und eine Operation mit Titanplatten sowie Zahnentfernung benötigte. „Ich betete auf den Knien um seine Sicherheit“, sagte sie.
Stepnick hofft, dass ihre Söhne sich in Zukunft für sicherere Karrieren entscheiden. Obwohl sie scherzte, dass sie sich eine „Präsident Paul“ oder „Secretary Paul“-Karriere wünsche, fügte sie hinzu, dass Jake und sein Bruder Logan bereits Projekte außerhalb des Ringes verfolgen. Sie bewunderte die Kelce-Familie und den Einfluss der Mutter, und hoffte, dass ihre Söhne einen ähnlichen Weg einschlagen würden.
Die Sicht des Kämpfers
Bei der Pressekonferenz vor dem Kampf prophezeite Paul, dass er Joshua k. o. setzen werde, und betonte, er sei bereit für die Herausforderung. „Ich glaube, ich könnte den ehemaligen zweifachen einheitlichen Schwergewichtschampion schlagen“, sagte Paul. Hearn beschrieb die Verhandlungen als Hin und Her mit Pauls Team, das ein Gewichtslimit für Joshua forderte, aber bereit war, auf zehn Runden zu verzichten und stattdessen acht Runden zu kämpfen. Hearn sagte: „Sie sagten: ‚Schauen Sie, wir machen uns nicht lustig, und es geht nicht darum, einen Vorteil zu haben, sondern darum, dass Sie einen Nachteil haben müssen.‘“
Joshua, der bislang noch nie Gewicht abgenommen hat, könnte trotz des Wiegelimits am Kampftag deutlich schwerer in den Ring steigen als Paul. Dies löste Debatten über Fairness und Verletzungsrisiken aus, besonders nachdem Paul nach dem letzten Kampf ins Krankenhaus musste.
Je näher der Kampftag rückt, desto intensiver beobachtet die Boxwelt die Entwicklungen. Der Match ist nicht nur um zwei Kämpfer, sondern auch um geschäftliche Interessen, Verträge und die Gesundheit der Athleten gegangen.
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