Les Simpson wird in der 36. Staffel ab Herbst wieder ausgestrahlt. Der Telekommunikationsriese Bell Media teilte mit, einen Deal mit Disney für die Rechte zur Ausstrahlung und Synchronisation des Serienformats geschlossen zu haben, berichtete The Guardian. Das Abkommen beendet beinahe ein Jahr der Unsicherheit um die Adaption, die in der einzigen französischsprachigen Provinz Kanadas beliebt ist. Die Serie war im August vergangenen Jahres abgesetzt worden, nachdem Télétoon die Ausstrahlungsrechte nicht verlängert hatte. Die Entscheidung bedeutete, dass Zuschauer in Quebec die Version in „europäischem Französisch“ anschauen mussten. Dies löste bei Fans in der Provinz Entsetzen aus.
Die Serie hat sich über die Jahre eine treue Fangemeinde erarbeitet, da sie Witze und geografische Bezüge an die Region anpasst. So ist Homer zum Beispiel kein Fan der Dallas Cowboys, sondern der Montreal Alouettes. Auf Reddit gratulierten Fans der Entscheidung und wiesen darauf hin, wie die Serie einen roheren, proletarischen Stil der Sprache nutzt, um die Welt von Springfield zu veranschaulichen. „Es ist im Grunde eine Satire unserer nordamerikanischen Gesellschaft. Kanada ist zwar nicht die USA, aber immer noch das Land, das unserem am ähnlichsten ist“, schrieb ein Nutzer.
Thiéry Dubé, der Québécois-Schauspieler, der Homer Simpson seit acht Jahren synchronisiert, sagte im vergangenen Jahr, dass die Adaption „glänzt“, weil sie „sich in jedem Land an das anpasst, was die Menschen dort erleben“. In diesem Fall sei die Serie ein „sehr, sehr, sehr québécois“es Produkt. Fans merkten an, dass man sich die Simpsons nicht gut als Franzosen, Briten oder Deutsche in ihren jeweiligen Ländern vorstellen könne, wie sie derzeit dargestellt werden. Stelle man sie jedoch als Québécois dar, passe es plötzlich.
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