Riad Bouchaker, der keine feste Adresse hat, wurde auch wegen schwerer Körperverletzung an der Krippenpädagogin Leanne Flynn sowie wegen Angriffen auf zwei weitere Kinder und einen Jugendlichen verurteilt.

Lebenslange Gehirnverletzung und Rechtsfolgen

Im Zentralen Strafgericht hörte man, dass ein fünfjähriges Mädchen aufgrund eines Herzstichs von Bouchaker eine lebenslange Gehirnverletzung erlitt.

Insgesamt wurde er von allen acht Anklagepunkten schuldig gesprochen, die er bislang verneint hatte.

Die Geschworenen wurden am Dienstag entlassen, berieten etwa sechs Stunden und kamen am Mittwochnachmittag zu einem Urteil.

Die Geschworenen sprachen Bouchaker auf allen Anklagepunkten schuldig.

Beim Hören des Urteils kommunizierte Bouchaker mit seinem Übersetzer.

Gerichtsmeinungen und Urteilsverkündung

Gerichtsrat Tony Hunt bedankte sich bei den Geschworenen für ihre „harte Arbeit“ und sagte, „dass es sehr schwer war, vieles davon zu hören.“

Er bedankte sich auch für das Urteil und stellte fest, dass es „voll und ganz mit den Beweisen übereinstimmt, die Sie gehört haben.“

Die Urteilsverkündung ist für den 12. Oktober angesetzt, bis dahin wird Bouchaker in Untersuchungshaft bleiben.

Aufruhr und Folgen

Der Angriff vom 23. November 2023 löste in weiten Teilen Dublins Aufruhr aus.

Die größte Polizeiverstärkung in der Geschichte Irlands wurde eingesetzt, um die Unruhen zu bekämpfen.

Innerhalb weniger Stunden zerstörten Demonstranten elf Polizeifahrzeuge, elf Geschäfte wurden stark beschädigt und weitere ausgeraubt, während es zu Kämpfen mit der Polizei kam.

Drei Busse und eine Straßenbahn wurden ebenfalls zerstört, mehrere Polizeibeamte wurden während drei Stunden anhaltender Gewalt verletzt.

Der damalige Polizeichef Irlands, Drew Harris, machte eine „irrationale, hooliganhafte Gruppe, getrieben von rechten Ideologien“, für die Unruhen verantwortlich.