Die Zahl der Todesopfer stieg am Samstag weiter an; Allein in den letzten 24 Stunden starben 13 Kinder, was die Gesamtzahl auf 512 brachte.
Hospitale in der Hauptstadt überlastet
Die Krankenhäuser in der Hauptstadt Dhaka, die bereits überlastet sind, haben zwar eigene Abteilungen eingerichtet, fehlen aber ausreichend Intensivbetten.
Masern, eine hoch ansteckende Viruskrankheit, die sich durch Husten und Niesen verbreitet, lässt sich nach einer Infektion nicht gezielt behandeln.
Die Krankheit betrifft vor allem Kinder und kann schwerwiegende Komplikationen verursachen, darunter Lungenentzündung, Hirnhautentzündung und Tod, insbesondere bei unterernährten oder nicht geimpften Kindern.
Impfkampagne im Gange
Das südasiatische Land mit 175 Millionen Einwohnern hat eine Massenimpfkampagne gestartet, um den Ausbruch einzudämmen — Der Leiter der UNICEF-Landesmission, Rana Flowers, sagte diese Woche, dass 18 Millionen Kinder erreicht wurden.
Die Gesundheitsbehörde betonte jedoch, dass die Wirkung der Impfungen erst nach Monaten spürbar werde.
UNICEF teilte am Mittwoch mit. Dass Lücken in der Impfversorgung sich während und nach dem Chaos der studentischen Erhebung 2024 verschlimmert hätten, die die Regierung stürzte. Viele Kinder blieben dadurch ungeschützt.
Ausbruch als eingedämmt erklärt
Die von der Gesundheitsbehörde gemeldeten Todesfälle folgten auf die Erklärung der Regierung, dass der Ausbruch nun eingedämmt sei; In mehreren stark betroffenen Gebieten gab es einen Rückgang der Fälle.
Die meisten der aktuellen Fälle betreffen Kinder zwischen sechs Monaten und fünf Jahren.
Ärzte sagten, viele der in die Krankenhäuser gebrachten Kinder seien bereits schwer krank.
„Obwohl Masern hoch ansteckend sind, kann ein gesundes Baby ohne Komplikationen mit minimalem Medikamentenbedarf überleben“, sagte Ainul Islam Khan, ein Kinderarzt an der Dhakaer Shaheed Suhrawardy Medical College and Hospital, der AFP.
„Hier kamen die meisten Kinder mit Atemnot und Infektionen in Augen, Hals und Lunge in die Klinik.“
UNICEF betonte, dass zukünftig Impfprogramme ausgebaut und Finanzmittel für Gesundheitseinrichtungen, Überwachung und Datensysteme erhöht werden müssen.
Ein am Donnerstag veröffentlichter Policy-Brief der Global Antibiotic Resistance Partnership warnte, dass Lücken in der Impfversorgung die Antibiotikaresistenz in Bangladesch verschärfen könnten.
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