Meta hat ein Unternehmensweites Programm zur Überwachung der Computeraktivitäten der Mitarbeiter aus Datenschutzbedenken und aufgrund interner Kritik vorerst ausgesetzt, berichtete der BBC, while Das Programm, genannt Model Capability Initiative (MCI), war erst vor zwei Monaten gestartet worden, um Daten zur Trainierung künstlicher Intelligenz (KI) zu sammeln.

Unzufriedenheit und Sicherheitsrisiken

Das Programm löste unmittelbar Kritik aus, da sich die Mitarbeiter Sorgen über den Umfang der Überwachung und die mögliche Missbrauch der Daten machten; Ein Sprecher von Meta bestätigte gegenüber der BBC, dass das Programm derzeit ausgesetzt sei, da das Unternehmen Sicherheitsprobleme untersuche.

„Wir haben derzeit keinen Hinweis darauf, dass Daten durch Mitarbeiter von Meta unzulässig zugänglich gemacht wurden“, erklärte der Sprecher. Die Aussetzung erfolgte nach Wochen der Kritik von Mitarbeitern, von denen einige eine Petition unterschrieben hatten, in der sie die Abschaffung des MCI-Programms forderten.

Interne Kritik und Moralkrise

Eine aktuelle Mitarbeiterin, die anonym bleiben wollte, beschrieb die Reaktion von Meta als Versuch, Schadenbegrenzung zu betreiben. Eine weitere Mitarbeiterin teilte diese Ansicht und betonte, dass viele technische Mitarbeiter zwar KI-Entwicklung unterstützen, die erzwungene Umsetzung des Überwachungsprogramms ohne Zustimmung jedoch zu weit verbreitetem Ärger führte.

„Ich habe hier noch nie eine so schlechte Stimmung erlebt“, sagte die Mitarbeiterin. Die Frustration wurde durch kürzliche Kündigungen und Strukturanpassungen bei Meta verschärft. Das Unternehmen investiert allein im Jahr 2024 bis zu 145 Milliarden Dollar in KI-Initiativen.

Weitere Auswirkungen und neue Projekte

Meta hat zudem ein neues Projekt namens Arena ins Leben gerufen, eine geplante Smartphone-App, die an Vorhersagemärkte wie Polymarket und Kalshi angelehnt ist. Laut der New York Times würde die App es Nutzern ermöglichen, Wetten auf Ereignisse abzuschließen und würde unabhängig von Metas sozialen Medien und Nachrichten-Apps funktionieren. Das Projekt befindet sich noch in der Entwicklungsphase und könnte möglicherweise nicht veröffentlicht werden.

Mike Proulx, Forschungsdirektor bei Forrester, äußerte Bedenken hinsichtlich Metas Eintritt in ein umstrittenes Gebiet. „Das wirkt nicht gerade gut für ein Unternehmen, das unter rechtlichen Druck steht, weil es soziale Medien betreibt“, sagte er. Die New York Times fügte hinzu, dass das Projekt sich noch in den frühen Entwicklungsstadien befinde.

Meta steht auch weiterhin in der Kritik wegen seiner sozialen Medienplattformen, wobei sich rechtliche Herausforderungen und regulatorischer Druck in den USA andauern. Das Unternehmen hat sich noch nicht zu dem Arena-Projekt geäußert.