Micole Gisin, 32, erholt sich langsam, aber stetig von einem schweren Trainingsunfall in St. Moritz im Dezember 2025. Die Schweizerin, zweifache Olympiasiegerin, erlitt mehrere Verletzungen, darunter eine gerissene Kreuzbänder, eine komplexe Handgelenksverletzung und eine Halswirbelsäulenverletzung, die fast zu Lähmung führte — Ihre Zustandsverbesserung trat nach einer Notoperation und der Aufnahme ins Spital in Zürich ein, wie die Schweizer Ski-Union berichtete.
Erster Skiabfahrt
Am 3. Mai 2026 setzte Gisin erstmals seit dem Unfall wieder Ski in Engelberg, fast sechs Monate nach dem Unglück. Sie teilte die Nachricht bei der Swiss Ski Night in Zürich-Oerlikon, wo Athleten für ihre Leistungen im vergangenen Winter geehrt wurden. Bei der Veranstaltung sagte Gisin: „Ich werde immer besser. Ich mache langsam, aber stetig Fortschritte. Das ist das Wichtigste.“
Ihr Skiabfahrten waren auf einige Kurven begrenzt, doch sie beschrieb das Erlebnis als „wunderbar“. Die Komplexität ihrer Verletzungen bleibt eine grosse Herausforderung bei der Genesung. Während Langlauf und Tourengehen gut funktionieren, sind Aktivitäten wie Fahrradfahren aufgrund von Hand- und Schulterbeschwerden schwierig.
Persönliche Meilensteine und Zukunft
Neben ihrer Rehabilitation hat Gisin persöhnliche Meilensteine vor sich. Sie wird an der Hochzeit ihres Freundes Filip Zubcic in Kroatien teilnehmen, bevor sie am 20. Juni 2026 mit ihrem Verlobten Luca de Aliprandini am Gardasee heiratet. Das Paar ist seit 2014 zusammen und wurde vor zwei Jahren verlobt. Gisin und De Aliprandini wohnen gemeinsam am Gardasee und verbringen viel Zeit dort, wie SportNews.bz meldete.
De Aliprandini zeigte sich begeistert von der Hochzeit, und sagte: „Wir freuen uns riesig darauf. Es wird eine grosse Party.“
Unklare Rückkehr
Gisin hat noch keinen Zeitplan für ihre Rückkehr in die Weltcup-Saison festgelegt. Sie plant, nach ihrer vollen Genesung im Herbst eine Entscheidung zu treffen. Momentan konzentriert sie sich auf die Wiederherstellung ihrer Kraft und Koordination. Ihre Fortschritte umfassen Krafttraining und Ski mit geringer Belastung, wie Langlauf und Tourenski.
Der Unfall ereignete sich während eines Hochgeschwindigkeits-Trainings, als Gisin die Kontrolle verlor und in ein Sicherheitsnetz krachte. Trotz der Schwere des Aufpralls verlor sie nicht das Bewusstsein und wurde sofort auf der Piste unterstützt. Die Schweizer Ski-Union bestätigte ihren stabilen Zustand und erwähnte, dass die genaue Ausprägung ihrer Wirbelsäulenverletzungen erst nach der Stabilisierung ihres Zustands beurteilt werden könne.
Vor dem Unfall hatte Gisin in der ersten Trainingsrunde in St. Moritz eine starke Zeit erzielt, wie ANSA Latina berichtete. Der Unfall brachte ihre Saison jedoch zum Stillstand. Sie hatte geplant, an zwei Freeski-Rennen vor dem Super-G im Dezember 2025 teilzunehmen.
Gisins Rückkehr auf die Ski, sowohl privat als auch beruflich, bleibt ein zentraler Fokus. Ihre Entschlossenheit und Fortschritte erwecken Hoffnung auf eine mögliche Rückkehr in nächster Zeit.
Kommentare
Noch keine Kommentare
Be the first to share your thoughts