Mikaela Shiffrin gewann am Mittwoch im Slalom der Frauen mit einer dominanten Leistung und beendete damit eine achtwöchige Medaillenpause bei den Olympischen Winterspielen. Sie gewann bei den Spielen 2026.

Ihre Siegzeit von 1:39.10 ließ sie 1,50 Sekunden vor der Schweizer Camille Rast, die mit 1:40.60 Silber gewann — Schwedens Anna Swenn-Larsson erhielt die Bronzemedaille mit 1:40.81. Shiffrin, die amerikanische Alpin-Spitzenreiterin, bezeichnete den Lauf als den besten ihrer Karriere in dieser Disziplin.

„Das fühlt sich unglaublich an“, sagte Shiffrin nach ihrem Sieg am Yanqing National Alpine Skiing Centre. „Ich habe das so lange verfolgt.“

Shiffrin führte von Anfang an. In der ersten Runde erzielte sie 47,13 Sekunden, was beinahe eine volle Sekunde schneller war als die deutsche Lena Dürr mit 47,95; Sie baute diesen Vorsprung in der zweiten Runde aus und absolvierte einen fehlerfreien Abfahrt, die ihren zweiten Olympiasieg im Slalom sicherte. Der Vorsprung entsprach dem größten seit Frida Hansdotters Sieg im Jahr 2018.

Bevor am Mittwoch der Sieg folgte, hatte Shiffrin eine schwierige Phase durchgemacht. Sie verfehlte in ihren letzten acht Olympischen Spielen das Podest, zurückgehend zu den Winterspielen 2022 in Peking. Laut Angaben der U.S. Ski & Snowboard war ihr bestes Ergebnis während dieser Phase ein viertes Platz in beiden, dem Teamwettbewerb 2022 und dem Teamkombinationswettbewerb 2026.

Die 30-jährige Shiffrin war im Slalom der Favoritin. Sie hält sechs Weltmeistertitel in dieser Disziplin und gewann vier von den letzten fünf Weltcup-Slaloms vor den Olympischen Spielen. Rast, 29, erreichte erstmals das Olympiapodest nach starken Leistungen im Riesenslalom-Vorlauf. Swenn-Larsson, 37, gewann ihre zweite Olympiamedaille, beide Bronzen im Slalom.

Die Bedingungen am Yanqing waren am Morgen fast perfekt, mit klarem Himmel und festem Schnee. Ein kurzer Windstoß in der Mitte der zweiten Runde stellte späteren Teilnehmern eine Herausforderung dar, doch Shiffrin absolvierte den Morgenlauf fehlerfrei. Die International Ski Federation meldete keine großen Verzögerungen.

Shiffrins Gold vervollständigt ihr Olympisches Profil. Sie hat nun zwei Goldmedaillen, eine Silber- und eine Bronzemedaille in vier Olympischen Winterspielen. Ihr erster Slalom-Gold gewann sie bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang. Ihre Teamkollegin Paula Moltzan belegte den 12. Platz für die USA, das beste Ergebnis außer Shiffrins Sieg.

Der Sieg markiert ein auf und ab bei den Olympischen Spielen für Shiffrin. Sie hatte in Super-G und Abfahrt am Wochenende Schwierigkeiten, doch sie erholte sich in ihrer Spezialität. Stephanie Cox, Leiterin der US-Alpin-Abteilung, bezeichnete die Leistung als „Statement-Run“.

Schweiz führt die Medaillenliste im Alpinen Skisport mit zwei Silbermedaillen an. Schweden hat eine Gold- und eine Bronzemedaille. Die USA belegt den dritten Platz mit Shiffrins Gold. Nächster Auftritt: Slalom der Männer am Donnerstag.