Ein tödlicher Anschlag erschütterte am 21. Februar 2026 den Zentralbahnhof Savyolovsky in Moskau, als ein Attentäter eine Bombe an einer Streifenwagenposition zündete. Der Anschlag ereignete sich kurz nach Mitternacht (21:06 Uhr GMT) und kostete den Attentäter sowie einen Polizisten das Leben. Zwei weitere Beamte wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Der Anschlag fällt auf den vierten Jahrestag des russischen Einmarschs in die Ukraine, der im Februar 2022 begann.

Laut dem russischen Innenministerium näherte sich der Attentäter Polizisten, die in ihrem Streifenwagen saßen. Danach explodierte eine starke Sprengvorrichtung, wodurch der Täter und ein Polizist starben. Zwei weitere Beamte wurden verletzt und zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Behörden haben bislang keine Details über den Täter oder den Hintergrund des Anschlags veröffentlicht.

Das Investigative Committee, das höchste Kriminalermittlungsorgan Russlands, hat eine Ermittlung wegen versuchten Mordes an einem Sicherheitsbeamten und wegen illegaler Besitznahme von Sprengstoffen eingeleitet. Laut dem Committee führte der Anschlag zum Tod eines Verkehrspolizisten, dessen Verletzungen als lebensbedrohlich eingestuft wurden. Zwei weitere Beamte erhalten derzeit medizinische Versorgung.

Bilder, die vom staatlichen Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht wurden, zeigten ein stark beschädigtes Streifenfahrzeug mit zerstörten Seitenfenstern und Windschutzscheibe sowie Scherben auf der Straße. Obwohl die Explosion stark war, fing das Fahrzeug nicht Feuer.

Der Anschlag ist der neueste in einer Reihe von Sicherheitsvorfällen in Moskau in den letzten Monaten. Anfang dieses Monats wurde ein hochrangiger russischer Militärattaché mehrfach geschossen und schwer verletzt. Moskau warf Kyiw die Schuld an diesem Anschlag. Im Dezember 2025 starb Generalleutnant Fanil Sarvarov, Leiter der Ausbildung im russischen Generalstab, bei einem Autobombenanschlag. Zwei Tage später starben drei Menschen, unter ihnen zwei Polizisten, bei einem weiteren Anschlag in der Nähe des Tatorts.

Im Dezember 2024 übernahm die Ukraine die Verantwortung für einen Anschlag, bei dem Generalleutnant Igor Kirillov, Leiter der nuklearen, biologischen und chemischen Schutzkräfte Russlands, starb. Der Anschlag erfolgte durch eine Bombe, die an einem Elektroroller vor dem Wohnhaus von Kirillov versteckt war.

Das Datum des Anschlags, anlässlich des vierten Jahrestags des Krieges, wirft Fragen auf, ob der Anschlag bewusst mit dem Gedenktag eines bedeutenden geopolitischen Konflikts abgestimmt wurde. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine sowie die gestiegene Bedrohung für die Sicherheit in Moskau, die in den letzten Monaten eine Reihe von prominenten Anschlägen erlebt hat.

Bürger in Moskau und überall in Russland sind zunehmend der Gefahr für die öffentliche Sicherheit bewusst, insbesondere in stark frequentierten Bereichen wie Bahnhöfen. Der Anschlag zeigt auch die Verletzlichkeit von Sicherheitsbeamten, die in zahlreichen Vorfällen in den letzten Jahren Ziel von Angriffen gewesen sind.

Bislang haben die Behörden nicht kommentiert, ob der Anschlag mit dem laufenden Konflikt in der Ukraine oder mit anderen inländischen oder internationalen Akteuren zusammenhängen könnte. Allerdings deutet der Muster der Anschläge darauf hin, dass die Bedrohung für die Sicherheitsinfrastruktur Russlands zunimmt.

Laut Berichten stieg die Anzahl der Anschläge auf russische Beamte und Sicherheitskräfte in den letzten zwölf Monaten um mehr als 40 Prozent. Mehrere Vorfälle beinhalteten Sprengstoffe und Schusswaffen. Diese Anschläge haben Bedenken hinsichtlich der Stabilität der inneren Sicherheit Russlands und der möglichen Eskalation ausgelöst.

Das Investigative Committee erklärte, es arbeite daran, die vollständigen Details des Vorfalls zu ermitteln. Behörden haben die Möglichkeit ausgeschlossen, dass ausländische Akteure beteiligt waren, obwohl keine offiziellen Anschuldigungen bislang vorgebracht wurden.

Als der Jahrestag des Einmarschs in Russland weiterhin begangen wird, dient der Anschlag als deutliche Erinnerung an die Auswirkungen des laufenden Kriegs auf das militärische und zivile Leben. Der Vorfall wird voraussichtlich ein zentrales Thema für Diskussionen über nationale Sicherheit in den nächsten Wochen sein.