Die Generalwahlen in Neuseeland 2026 haben keinen klaren Sieger gebracht, mit vorläufigen Ergebnissen, die eine knappe Führung der rechten Koalition unter Premierminister Christopher Luxon zeigen. Das Endergebnis wird erst am 27. November feststehen, wenn auch die Sonderstimmen gezählt sind.

Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass Luxons National Party 42 Sitze hat, doch sie fehlen 19 Sitze für eine Mehrheit. In Kombination mit ihren Koalitionspartnern ACT (13 Sitze) und New Zealand First (12 Sitze) hält die rechte Block eine schmale Führung über die linke Koalition, die aus Labour (36 Sitze), Greens (16), Te Pāti Māori (5) und Opportunity (7) besteht. Der BBC zufolge liegen National und Labour im Parteistimmenanteil Kopf an Kopf, wobei beide Vorsitzenden auf Konsensverhandlungen vorbereitet sind.

Bei nahezu 100 Prozent der regulären Stimmen gezählt hängt das Endergebnis von den Sonderstimmen ab – von Auslands- und außerhalb der Wahlkreise abgegebenen Stimmen –, die traditionell linke Parteien stärken. Im Jahr 2023 halfen diese Stimmen Te Pāti Māori und den Greens, Sitze zu gewinnen. Der Guardian berichtete, dass 600.000 solcher Stimmen 2023 abgegeben wurden, und ihr Einfluss könnte im November die Bilanz verschieben. Das offizielle Ergebnis wird voraussichtlich am 27. November erwartet.

National hat mehr Wahlkreise gewonnen, als ihre Parteistimmen rechtfertigen, was unter Neuseelands gemischten Verhältniswahlrecht (MMP) zu einem Überhang von bis zu fünf zusätzlichen Sitzen führen könnte. Dies würde ihre Position in den Verhandlungen stärken, auch wenn der Guardian betonte, dass das Endergebnis noch immer ungewiss ist.

Er betonte die Notwendigkeit von Kompromiss und Zusammenarbeit im nächsten Parlament. Der BBC zufolge zeigte Hipkins keine Anzeichen eines Kapitulationsversuchs und sagte, das Volk habe gesprochen, doch es werde Zeit brauchen, um die Botschaft zu entschlüsseln.

Die zentristische Opportunity Party unter Qiulae Wong überschritt die 5-Prozent-Schwelle, um erstmals in der Geschichte Neuseelands MMP-System in das Parlament einzuziehen. Wong teilte ihren Unterstützern in Auckland mit, dass die Partei „begeistert“ sei und „sehr vielversprechend“ aussehe, doch sie sagte, das Endergebnis hänge von den verbleibenden Stimmen ab.

Die Wahl spiegelte einen Zusammenbruch der Unterstützung für die beiden großen Parteien wider, wobei der BBC zufolge die Unterstützung für National und Labour historisch niedrig war. Die Kosten für das Leben und wirtschaftliche Stagnation waren zentrale Themen, wobei das Vertrauen in die Regierung erodiert war.

Auch in diesem Jahr, mit ähnlichen Mustern erwartet, könnte das Endergebnis die Bilanz verschieben. Professor Andrew Geddis von der University of Otago sagte der BBC, dass die Opportunity Party als „Trumpf“ fungieren könnte und „entscheiden könne, welche Parteigruppe regieren kann.“

Luxon kündigte an, bis zum 27. November eine Übergangsregierung zu leiten, nachdem das Endergebnis bestätigt ist, bevor ernsthafte Verhandlungen beginnen können. Er lobte das Engagement seiner Partei und sagte, er werde sich nicht auf das Endergebnis spekulieren. Der BBC zufolge gratulierte Luxon Hipkins zu einem „sehr hart umkämpften Rennen“ und hob die Notwendigkeit von Einheit in den kommenden Wochen hervor.