Nirmal Purja, ein 36-jähriger nepalesischer Kletterer, erreichte einen historischen Meilenstein — Er war der erste, der alle 14 8000-Meter-Gipfel der Welt in nur sechs Monaten und sechs Tagen bestieg. Am 13. Oktober 2019 gelang ihm die letzte Kletterei auf den Shishapangma in China; Nach Angaben von Quellen begann Purja seine ambitionierte Expedition am 23, though April 2019 mit dem Annapurna und beendete sie mit dem 8027 Meter hohen Shishapangma.
Eine umstrittene, aber rekordverdächtige Leistung
Obwohl Purjas Leistung als außergewöhnlich gefeiert wurde, fragten einige Puristen in der Klettergemeinschaft nach den Methoden und der Geschwindigkeit seiner Besteigungen. Vor seinem Versuch hatte lediglich eine kleine Gruppe von etwa 40 Kletterern alle 14 8000-Meter-Gipfel absolviert. Der bisherige Rekord lag bei knapp unter acht Jahren. Purja, ehemaliger britischer Gurkha, trainierte intensiv für dieses Vorhaben. Er nahm sich eine Auszeit von seiner Militärlaufbahn und finanzierte die Expedition mit einer Hypothek auf sein Zuhause.
„Es war zermürbend – grausam. Ich hoffe, ich habe bewiesen, dass mit Durchhaltevermögen, Selbstvertrauen und einer positiven Einstellung alles möglich ist“, sagte Purja nach seiner letzten Kletterei. Reinhold Messner, der erste Kletterer, der die 8000-Meter-Gipfel 1986 absolvierte, gratulierte Purja und nannte es eine „eindeutige Leistung im Bergsteigen“.
Tragödie auf Broad Peak
Trotz seines Erfolgs von 2019 war Purja im August 2023 an einer tragischen Katastrophe auf dem Broad Peak in der Karakoram-Kette Pakistans beteiligt. Eine Lawine traf den Berg am 1. August und forderte mindestens 10 Opfer, darunter Purja und fünf weitere nepalesische Bergsteiger. Laut Berichten verschwand die Gruppe nach der Lawine, die sie von einer Höhe von 6000 Metern etwa 800 Meter abwärts riss. Die Leichen von vier Kletterern wurden geborgen, sechs weitere, darunter Purja, blieben am 3. August 2023 verschwunden.
Das Team bestand unter anderem aus internationalen Kletterern wie Nadhira Ahmed Abdullah Al Harthy aus Oman, Sohail Sakhi aus Pakistan und Mallory Geis aus den USA. Die Nimsdai Foundation und Elite Foundation bestätigten die Todesfälle nach der Lawine, die auf dem 8047 Meter hohen Broad Peak stattfand. Ungünstige Wetterbedingungen behinderten die Rettungsversuche.
Umstrittenheiten und ethische Debatten im modernen Bergsteigen
Purjas Kletterstil war nicht ohne Kontroversen. Bei einer jüngeren Expedition auf dem Kangchenjunga wurden Fragen gestellt, ob Kletterer wie Purja Hubschrauber nutzten, um den traditionellen Weg abzukürzen. Laut Berichten gelang es der qatarischen Prinzessin Asma Al Thani in zwei Tagen gemeinsam mit Purja, Lakpa Dendi und anderen den Gipfel des Kangchenjunga zu erreichen. Al Thani berichtete, dass das Team von Camp 2 startete, was in der Klettergemeinschaft auf Unmut stieß.
Die Nutzung von Hubschraubern im Himalaya ist normalerweise auf Rettungs- oder Logistikoperationen beschränkt. Der Start von Camp 2 anstelle des Basislagers gilt als unkonventionell und ethisch fragwürdig. Mingma G, ein professioneller Kollege von Purja, erklärte, dass die einzige bestätigte Hubschrauber-Nutzung bei einer Rettungsaktion während des ersten Gipfelversuchs stattfand. Die Debatte zeigt jedoch einen wachsenden Trend im Hochgebirgsbergsteigen, bei dem Zeit und Bequemlichkeit oft Vorrang vor traditionellen Methoden haben.
Purjas Karriere, geprägt von rekordverdächtigem Erfolg und tragischem Verlust, spiegelt die sich wandelnde und manchmal umstrittene Natur des modernen Hochgebirgsbergsteigens wider. Seine Leistung von 2019 bleibt ein Meilenstein im Sport, während die Tragödie auf Broad Peak eine Mahnung an die Risiken solcher Unternehmen ist.
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