New Hampshire bereitet sich auf einen kräftigen Nor’easter vor. Das Tief bringt Schneetreiben, Orkanböen und mögliche Überschwemmungen an der Küste.

Das National Weather Service erließ die Blizzard-Warnung für das Küsten-Kingdom Rockingham County. Sie gilt ab spät Sonntag bis spät Montagnacht. Wintersturm-Warnungen decken große Teile des südlichen Binnenlands ab. Blizzard-Bedingungen bedeuten Sichtweite unter 400 Metern durch Schnee oder Treibschnee bei Böen ab 56 km/h über drei Stunden.

Leichter Schnee setzt um Mitternacht im äußersten Süden ein. Er zieht über Nacht nach Norden. Am Montagmorgen versehen Flocken die Straßen von Manchester bis Portsmouth. Schwerere Bänder zielen auf Jaffrey, Nashua und andere Südecken. Böen über 64 km/h mindern die Sicht stark. An der Küste verschlechtern sich die Bedingungen montags mit Treibschnee und Nahezu-Whiteouts.

Der Schnee lässt abends nach. Räumfahrzeuge kämpfen mit zunehmenden Ansammlungen. Das Tief verlässt das Gebiet spät Montag von West nach Ost. Dienstag folgt trockenes Wetter. Zentrale und nördliche Regionen sind schwächer betroffen.

Die Schneemengen steigen im Süden am höchsten. Über weite Teile Süd-New Hampshires fallen 10 bis 20 Zentimeter. Im unteren Monadnock-Gebiet, Merrimack Valley und Seacoast erreichen lokale Mengen 20 bis 30 Zentimeter. Nördlich sinken sie rapide: 5 bis 10 Zentimeter im Lakes Region und Mount Washington Valley. Jenseits der White Mountains nur eine Puderschicht bis 5 Zentimeter. Ost-Massachusetts Richtung Boston drohen über 30 Zentimeter.

Nordostwinde frischen auf. Böen bis 72 km/h treffen Montagmorgen und verteilen Schnee. Hohe Wellen erhöhen bei Flut montags das Risiko leichter Überschwemmungen, teilten Meteorologen mit.

Die Straßen werden tückisch, vor allem in der Stoßzeit. Behörden raten, Verkehrslagen zu prüfen und unnötige Fahrten zu vermeiden. Stromausfälle drohen, wo Schnee Äste auf Leitungen drückt.

Sonntag bleibt bis zum Nachmittag meist trocken. Dann deuten Schauer auf den Nor’easter hin. Bewohner sollen Außenstände sichern und Notfallkits bereithalten. Schulen und Firmen in Betroffenengebieten könnten schließen oder später öffnen.