Nvidias zweites Quartal des Geschäftsjahres 2026 übertraf alle Erwartungen. Der Umsatz stieg auf 96,2 Mrd. Dollar, ein Anstieg von mehr als 100 % gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten 79,186 Mrd. Dollar erwartet, wie The Motley Fool und Bankinter berichteten. Der Datenzentren-Bereich, der etwa 90 % des Gesamtumsatzes ausmacht, trieb das Wachstum an. Der Umsatz dort betrug 75,246 Mrd. Dollar, ein Plus von 85,2 % gegenüber dem Vorjahr.
Umsatz- und Gewinnerwartungen übertroffen
Der Gewinn für das Quartal belief sich auf 45,548 Mrd. Dollar, ein Anstieg von 92,7 % gegenüber dem Vorjahr. Dies lag über den erwarteten 43,210 Mrd. Dollar. Der Free Cash Flow stieg ebenfalls auf 45,587 Mrd. Dollar, ein Plus von 85,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Investitionen für das Quartal beliefen sich auf 1,757 Mrd. Dollar. Zudem hielt das Unternehmen eine Netto-Kapitalposition von 68,224 Mrd. Dollar, wie Bankinter berichtete.
CEO Jensen Huang betonte den beschleunigten Einsatz von KI und den Bau von Datenzentren. Er sagte: „KI hat ihren Wendepunkt erreicht“ und „die Nachfrage beschleunigt sich.“ Er hob den aggressiven Innovationszyklus des Unternehmens hervor, bei dem jedes Jahr ein neues, leistungsstarkes KI-Chip-Modell veröffentlicht werden soll, wie The Motley Fool berichtete.
Prognosen für das Jahr und Rückzahlungen an Aktionäre
Nvidia prognostiziert ein Umsatzwachstum von mindestens 70 % für das Geschäftsjahr 2028. Dies übertrifft die Wall-Street-Prognose von 44 %. Für das nächste Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 91 Mrd. Dollar (plus/minus 2 %), was über den erwarteten 87,358 Mrd. Dollar liegt. Die Bruttomarge-Prognose entspricht der Erwartung von 75 %, wie Bankinter berichtete.
Zusätzlich zu einem neuen Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 80 Mrd. Dollar ohne festgelegten Zeitrahmen zahlte das Unternehmen im ersten Quartal 2026 insgesamt 20 Mrd. Dollar an Aktionäre aus. Dies zeigt die klare Verpflichtung, Aktionäre zu belohnen, selbst während das Unternehmen in zukünftiges Wachstum investiert.
Marktreaktion und Analystenmeinung
Trotz der starken Zahlen fiel der Kurs um 1,26 % in der Nachbörse, unter anderem aufgrund einer leicht niedrigeren Bruttomarge als erwartet und fehlender wichtiger Ankündigungen während der Earnings-Konferenz, wie Bankinter berichtete. Analysten von Bankinter stellten fest, dass die Ergebnisse beeindruckend seien, die Konferenz jedoch keine bedeutenden Produkt- oder Strategieaktualisierungen enthielt, was zu einer zurückhaltenden Marktreaktion führte.
Dennoch bleibt die Bruttomarge von 75 % ein entscheidender Vorteil. Bankinter wies darauf hin, dass diese Zahl stark ist, die Prognose für die Bruttomarge des nächsten Quartals jedoch keine Überraschung darstellte. Anleger fragten sich, ob die Marge sich halten lässt, sobald die Produktion steigt und der Wettbewerb zunimmt.
Mit der Nachfrage nach KI-Infrastruktur, die die Lieferkapazitäten übertrifft, und Nvidias dominanter Stellung im GPU-Markt, scheint das Unternehmen gut positioniert, um seine Überlegenheit in Umsatz und Gewinn weiter zu halten.
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