Ein Zugführer eines Hochgeschwindigkeitszugs ist nach einem Zusammenstoß mit einem Lastwagen, der militärisches Material transportierte, in der nordfranzösischen Region Pas-de-Calais ums Leben gekommen, berichtete BBC News.
Details zum Unfall und Opfer
Der Vorfall ereignete sich am Dienstagmorgen zwischen den Städten Béthune und Lens in der Region Pas-de-Calais, berichteten französische Medien; Zwei Menschen wurden schwer verletzt, elf weitere erlitten leichte Verletzungen, berichteten lokale Nachrichtenquellen.
Der Präsident der Region. Xavier Bertrand, bestätigte den Tod des Zugführers und bezeichnete den Unfall als ‘schreckliches Trauma’. Er drückte sein Mitgefühl mit der Familie und Kollegen des Zugführers aus und sagte: ‘Meine Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Lieben und allen Mitarbeitern, die seinen Verlust trauern.’
Der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot erklärte, er werde gemeinsam mit dem Chef des staatlichen Schienenbetreibers SNCF den Unfallort besuchen; Tabarot bestätigte, dass es sich bei der Kollision um einen Lastwagen handelte.
Franceinfo berichtete, dass der Lastwagen militärisches Material transportierte. Laut einem lokalen Beamten fand der Unfall kurz vor 07:00 Uhr Ortszeit (05:00 Uhr GMT) statt. Der Zug fuhr von Dunkerque nach Paris.
Störungen und Reaktion
Das regionale Schienennetz TER Hauts-de-France teilte mit, dass der Verkehr zwischen Béthune und Lens bis in den Mittag hinein gestört sein werde, wobei die Züge auf bestimmten Linien schrittweise wieder aufgenommen werden würden. Der BBC wurden Kommentare von SNCF angefordert.
Jean Castex, der Chef von SNCF und ehemalige Premierminister Frankreichs, hat bislang noch keine öffentliche Stellungnahme zu dem Vorfall abgegeben. Die Schienenunion SUD-Rail forderte ‘vollständige Transparenz’ bezüglich des Vorfalls.
Der Vorfall ereignete sich weniger als zwei Wochen nach einem Todesfall in der Region Var, bei dem ein regionaler Zug mit einem Lastwagen kollidierte. Kollisionen an Übergangsstellen sind in Frankreich zwar selten, aber häufiger als in Großbritannien.
Sicherheit an Übergangsstellen in Frankreich
Laut offiziellen Zahlen gab es 2024 in Frankreich 89 Vorfälle, bei denen 20 Menschen ums Leben kamen, gegenüber sechs in Großbritannien. Jährlich wurden in Frankreich mehr als 100 Kollisionen registriert, sowohl 2021 als auch 2022 und 2023.
In den letzten Jahren gab es in Frankreich eine konstante Anzahl von Vorfällen an Übergangsstellen, wobei der jüngste Unfall die anhaltenden Sicherheitsbedenken an diesen Stellen unterstreicht. Der betroffene Zug war ein TGV, ein Hochgeschwindigkeitsdienst, der für seine Geschwindigkeit und Effizienz im französischen Schienennetz bekannt ist.
Der Lastwagen wurde mit militärischem Material belegt, doch der Grund für seine Anwesenheit an der Übergangsstelle wurde nicht offiziell bekannt gegeben. Lokale Beamte erwarten, in den kommenden Tagen weitere Details zu veröffentlichen, während die Ermittlungen weitergehen.
Das regionale Schienennetz warnte, dass die Störungen bis in den Nachmittag hinein andauern könnten und sowohl Reisende als auch Güterverkehr betreffen würden. Behörden rieten der Öffentlichkeit, vorsichtig zu sein und Sicherheitsvorschriften an Übergangsstellen zu beachten.
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