Paramount Skydance hat gemäß Gerichtsunterlagen beschlossen, den 110-Milliarden-Dollar-Akquisition von Warner Bros Discovery vorerst zu stoppen, während ein US-Bundesrichter eine Klage von zwölf Bundesstaaten prüft; Der Deal könnte bis zu 7 Millionen Dollar an Gebühren pro Tag kosten, wenn er bis 30. September nicht abgeschlossen wird.

Deal stößt auf Rechts- und Finanzrisiken

Paramounts Entscheidung, den Deal vorerst zu stoppen, folgte einer vorläufigen Einstellungsverfügung der US-Bundesrichterin Araceli Martinez-Olguin. Die Staaten hatten die Verfügung beantragt und damit den Deal für mehrere Wochen ausgesetzt. Die Unternehmen einigten sich darauf, die Übernahme bis zu fünf Tage nach dem Urteil der Richterin oder bis 1. Juni 2027 auszusetzen, je nachdem, was zuerst eintritt.

Wenn der Deal bis 2027 verzögert wird, könnte Paramount bis zu 1,7 Milliarden Dollar an sogenannten Ticking Fees an Warner Bros-Aktionäre zahlen. Das Unternehmen bezeichnete die Behauptungen der Staaten als grundlos und versprach, den Deal „entschlossen zu verteidigen“.

Staaten kritisieren Deal wegen Wettbewerbsbedenken

Die Klage wurde am 13. Juli eingereicht, angeführt von Kalifornien und unterstützt von elf weiteren Bundesstaaten. Die Staaten argumentieren, dass der Deal „Wettbewerb auslöschen“ und insbesondere für Kinobesucher und Kabelkunden die Auswahl an Inhalten verringern würde. New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James bezeichnete die Einstellung des Deals als „wichtigen Sieg in unseren Bemühungen, das Gesetz durchzusetzen und die Film- und Fernsehindustrie zu schützen“.

Ein Sprecher von Paramount sagte: „Wir freuen uns darauf, unsere Sache vor Gericht darzustellen.“ Nach einer Analyse aktueller Fälle durch die Reuters-Nachrichtenagentur dauern ähnliche Fusionen im Durchschnitt acht Monate, bis ein Richter ein Urteil fällt.

Bedrohung durch Medienkonzentration

Es gab zudem Bedenken hinsichtlich einer möglichen Medienkonzentration, da der Deal CNN unter den Dach von Paramount bringen würde. Paramount besitzt bereits CBS, das unter der Führung von CEO David Ellison angeblich parteischwerungen gegenüber US-Präsident Donald Trump vorgeworfen werden. Sein Vater, der Tech-Milliardär Larry Ellison, ist ein bekannter Trump-Anhänger.

Die Verzögerung des Deals unterstreicht die wachsenden Spannungen um Medienkonzentration und Wettbewerbsbedenken in der Unterhaltungsbranche. Sie zeigt auch die breitere Debatte über den Ausgleich zwischen Unternehmenskonzentration und Konsumentenwahl in einem sich schnell verändernden Medienumfeld.