Die Leiche der zweiten US-Armee-Soldatin, die bei Militärübungen in Marokko verschwunden war, ist gefunden worden, teilte die Armee am Mittwoch mit. Damit endete eine internationale Suchaktion, die Luft-, Marine- und KI-Mittel einsetzte. Die Soldatin wurde als Spz. Mariyah Symone Collington aus Tavares, Florida, identifiziert, wie die US-Streitkräfte Europa und Afrika in einer Erklärung mitteilten. Sie war 19 Jahre alt.

Details zur Soldatin und den Umständen

„Die königlichen Streitkräfte Marokkos transportierten die Leiche der Soldatin mit einem marokkanischen Hubschrauber in die Leichenhalle des Militärkrankenhauses Moulay El Hassan in Guelmim, Marokko“, hieß es in der Erklärung. Collington war als Luft- und Raketenabwehrtruppe tätig und war dem Charlie Battery, 5. Bataillon, 4. Luftabwehr-Artillerieregiment, 10. Armee-Luft- und Raketenabwehrkommando, zugeordnet, wie die US-Armee Europa und Afrika mitteilte.

Collington trat 2023 in das Verzögerte Eintrittsprogramm der regulären Armee ein und begann 2024 ihre aktive Dienstzeit. Sie absolvierte die Grundausbildung und die individuelle Fortbildung in Oklahoma, als Luft- und Raketenabwehrtruppe (14P). Im Februar 2025 meldete sie sich beim Charlie Battery, 5. Bataillon, 4. Luftabwehr-Artillerieregiment, in Ansbach, Deutschland, an und sollte am 1. Mai 2026 zur Spezialistin ernannt werden.

Übungsrahmen und humanitäre Bemühungen

Die Ankündigung erfolgte Tage nachdem die Streitkräfte mitteilten, dass die Leiche eines weiteren Soldaten, 1. Lt. Kendrick Lamont Key Jr., 14A Luftabwehr-Artillerieoffizier, gefunden worden sei. Beide Soldaten stürzten während eines freizeitlichen Wanderausflugs in Marokko von einem Felsen. Ihre Leichen befinden sich auf dem Weg in die USA.

Ein Sprecher der US-Armee-Südeuropäischen Einsatzgruppe, Afrika, sagte der Associated Press, dass die Umstände des Vorfalls weiterhin untersucht werden.

Parallel dazu arbeiten mehr als 100 US-Militärangehörige gemeinsam mit den königlichen Streitkräften Marokkos, um medizinische Dienstleistungen an über 20 000 Patienten in Taroudant und Dakhla während dieser Übung zu leisten. In Dakhla markiert das Programm den ersten humanitären Einsatz in der Region. US- und marokkanische medizinische Teams kooperierten, um eine Vielzahl von Dienstleistungen anzubieten, darunter Zahnpflege-Workshops, Verteilung von Zahnpflege-Sets für Kinder und Augenuntersuchungen.

Das Programm umfasste auch die Bereitstellung von Brille und Hygienekits für Schulkinder. „Erstmals in unserer historischen Partnerschaft ist African Lion nach Dakhla gekommen“, sagte Buchan, der die Ausmaße der Zusammenarbeit zwischen US- und marokkanischen militärischen medizinischen Teams betonte. Die Dakhla-Mission ist ein bedeutender Schritt, um die humanitäre Dimension von African Lion in südliche Regionen auszudehnen.

Historischer und strategischer Kontext

Buchan hob die langjährigen bilateralen Beziehungen hervor und beschrieb das Projekt als Spiegelbild von „250 Jahren Freundschaft“ zwischen beiden Ländern. Er betonte auch erneut die US-Unterstützung für Marokko und stellte die Übung als Teil einer umfassenden Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Entwicklung dar.

African Lion ist die größte US-Militärübung auf dem afrikanischen Kontinent und bringt Teilnehmer aus über 40 Ländern zusammen. Für über zwei Jahrzehnte spielte Marokko eine zentrale Rolle bei der Ausrichtung und Gestaltung der Übung, was dessen Status als wichtiger nicht-nato-Partner der USA und Schlüsselpartner bei der Förderung regionaler Stabilität unterstreicht.

Diese Ausgabe der Übung umfasst erweiterte Trainingsprogramme und die Integration moderner Technologien, um die Fähigkeit der teilnehmenden Länder zu stärken, sich auf sich wandelnde Sicherheitsbedrohungen einzustellen.