Hadi Matar, US-Bürger, wurde am Mittwoch in einem Bundesgericht in New York wegen Unterstützung der Hisbollah verurteilt; Die Hisbollah ist von den USA, Großbritannien und vielen anderen Ländern als Terrororganisation eingestuft.

Anklage und Motivation

Anwälte der Anklage argumentierten. Dass Matar von einer Fatwa motiviert wurde, einem religiösen Erlass, den der iranische religiöse Führer 1989 erließ und in dem Sir Salman Rushdies Tod verlangt wurde. Das Gericht verurteilte Matar wegen eines Aktes transnationalen Terrorismus und Unterstützung der Hisbollah.

Laut The Buffalo News sagte der stellvertretende US-Ankläger Timothy Lynch in seiner Schlussbemerkung: „Der Angeklagte entschied, dass niemand anderes es tun würde, also musste er es tun.“

Gerichtsverhandlung und Zeugenaussagen

Während des Prozesses in Buffalo, New York, zeigten die Ankläger Videos, die Matar, 28, erstellt hatte, und befragten Sir Salman auf dem Zeugenstand über die 15 Stichverletzungen, die er erlitt, darunter in die Wange, die Brust, das Auge, den Hals und das Bein. Sir Salman beschrieb, wie er auf der Bühne lag und sich „ein riesiger Blutsee um mich herum“ befand, was er als „einen riesigen und weitläufigen Blutsee“ bezeichnete.

Er enthüllte auch die Verletzung seines Auges, die ihn teilweise erblindet hat, und sagte, das Messer des Täters sei „wenige Millimeter von meinem Gehirn entfernt“ gewesen.

Verteidigungsanwälte argumentierten, dass Matar nicht aus terroristischen Motiven gehandelt habe, und fragten den Autor, ob er mit einer Reaktion auf seinen umstrittenen Roman „The Satanic Verses“ aus dem Jahr 1988 gerechnet habe. Sir Salman antwortete: „Ich glaube nicht, dass der Roman zur Verurteilung steht. Jemand anderes steht zur Verurteilung.“

Hintergrund und Folgen

Matar verbüßt bereits eine 25-jährige Haftstrafe nach einer Verurteilung wegen versuchten Mordes durch ein Landgericht im Jahr 2025. Er könnte nun aufgrund der Bundesverurteilung lebenslange Haft erhalten.

Sir Salmons Roman, der von dem Leben des muslimischen Propheten Muhammad inspiriert war, löste bei einigen Muslimen Empörung aus, die dessen Inhalt als blasphemisch ansahen. Er erhielt zahlreiche Todesdrohungen und musste sich für neun Jahre in Verstecken aufhalten, nachdem der iranische religiöse Führer die Fatwa erlassen hatte.

Der britisch-indische Schriftsteller beschrieb später seine Erfahrungen und die lange Genesung in einem Memoir mit dem Titel „Knife: Meditations After an Attempted Murder“. Vor einem Jahr veröffentlichte er seinen ersten Roman nach langer Zeit mit dem Titel „The Eleventh Hour“.