Aryna Sabalenka, WTA-Nummer eins, begann ihre Teilnahme am 2026er National Bank Open mit einem 6:3, 6:3-Sieg über Moyuka Uchijima im Viertelfinale in Toronto, wie Field Level Media berichtet. Sabalenka, 28, hatte nach dem Verlust ihres ersten Servicegames und einem Rückstand von 2:0 Schwierigkeiten. Doch sie kämpfte sich zurück, gewann fünf Spiele in Folge und sicherte sich den ersten Satz. Im zweiten Satz baute sie nach wechselseitigen Servicebreaks einen Vorsprung von 3:2 aus.

Debatte um Trans-Politik auf Social Media

Sabalenkas Äußerungen zur neuen Trans-Politik der WTA, die unter anderem genetische Tests vorsieht, lösten auf Social Media eine heftige Debatte aus, wie Fox News und Queer.de berichteten. Bei einer Pressekonferenz in Montreal sprach sich Sabalenka für die Regelung aus und betonte, dass dies notwendig sei, um Fairness im Frauen-Tennis zu bewahren. „Es ist wirklich wichtig, Fairness in unserem Turnier zu bewahren“, sagte sie. „Biologisch gesehen sind Männer stärker als Frauen. Deshalb finde ich es nicht fair, wenn Frauen gegen biologische Männer spielen.“

Die WTA-Politik verlangt, dass alle Spielerinnen genetische Tests durchlaufen, um sicherzustellen, dass nur cisgeschlechtliche Frauen an WTA-Turnieren teilnehmen. Sabalenkas Position stieß sowohl auf Zustimmung als auch auf Kritik. Viele lobten sie für ihre klare Haltung zu einer Frage, die als gesunder Menschenverstand angesehen wird. Andere hielten die Debatte für überflüssig und argumentierten, dass die Teilnahme transgeschlechtlicher Athleten an Frauen-Sport kein Problem sei. Einige Kritiker bezeichneten sie als „transphob“ oder „Vorurteilsverbreiter“, wie Fox News berichtete.

Rangliste und Turnierstrategie

Sabalenka bleibt weiterhin an der Spitze der WTA-Rangliste, nachdem sie den ersten Platz 94 Wochen in Folge und insgesamt 102 Wochen belegt hat, wie Puntodebreak meldete. Sie kommt mit 8550 Punkten nach Toronto und hat einen Vorsprung von 494 Punkten auf Elena Rybakina, die auf dem zweiten Rang steht. Sabalenka muss lediglich das Viertelfinale erreichen, um ihre Nummer-eins-Position zu behalten. Rybakina hingegen muss das Turnier gewinnen und hoffen, dass Sabalenka nicht über das Achtelfinale hinauskommt.

„Ich bin froh, das zu tun“, sagte Sabalenka bezüglich der genetischen Tests, fügte aber hinzu: „Es ist ziemlich fair.“ Laut ESPN Argentina betonte Sabalenka zudem, dass sie sich auf ihre eigenen Ziele konzentriere und die Fairness im Frauen-Tennis bewahren wolle. „Wenn sie uns alle testen wollen, bin ich froh, das zu tun“, sagte sie.

Unterstützung und Kritik an der Politik

Obwohl Sabalenkas Äußerungen mit der neuen Trans-Politik der WTA übereinstimmen, stießen sie nicht auf universelle Zustimmung. Einige wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Vorteile und Nachteile transgeschlechtlicher Frauen im Frauen-Sport etwa ausgleichen, wie Queer.de berichtete. Dennoch bleibt Sabalenka eine prominente Stimme in der anhaltenden Debatte über die Teilnahme transgeschlechtlicher Athleten im Elitesport der Frauen.

„Ich unterstütze es, wenn sie uns alle testen wollen, bin ich froh, das zu tun“, wiederholte Sabalenka bei der Pressekonferenz. Ihre Haltung spiegelt die breiteren Bedenken von Athleten und Verwaltungsorganen wider, Fairness im Frauen-Sport zu bewahren.